VALIE

EXPORT

 

 

 

Film & Video

18. – 31. Mai 2007
Österreichisches Filmmuseum Wien

 

 

 

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Programm Überblick

 
 

 

Abb.

VALIE EXPORT
BEWEGUNGSIMAGI-NATIONEN 1974/1975
2. Kvindefestivalen, Charlottenburg, Kopenhagen 1975; Foto: Kurt Lesser, Aktionsfoto (Detail),
Archiv VALIE EXPORT

UNSICHTBARE GEGNER

Nach zunächst heftigen Anfeindungen gilt VALIE EXPORT
inzwischen auch in Österreich als eine der wesentlichen und
international einflussreichsten Künstlerinnen, die multimediale
Kunstpraxis und Theorie mit einem feministischen Anliegen
verbinden. Bereits 1967 wählte sie programmatisch einen
Künstlernamen, der sie symbolisch von der ihr zugewiesenen
Identität und Rolle als weibliche Künstlerin innerhalb einer
männerdominierten Gesellschaft distanzierte.
Ihre Ausdrucksformen reichen von Zeichnung und konzeptueller
Fotografie über Installationen und Skulpturen zu Performances.
Eine zentrale Rolle spielt in ihrem Werk das Laufbild: Film und
Video. Das Bild und die Bedingungen seiner Repräsentation
in den Medien waren von Anfang an ihr Thema. Dem Interesse
an Struktur, Technik und Wirkungsweise von bewegten Bildern
steht die Auseinandersetzung mit dem Körper gegenüber, als Teil einer gespaltenen Existenz zwischen Realität und Repräsentation.
Erstmals wird nun in Wien, im Kinokontext, eine umfassende
Retrospektive der Filme und Videos von VALIE EXPORT gezeigt –
beginnend mit den grenzüberschreitenden Expanded Cinema-
Aktionen und frühen 8mm-Filmen bis zu den radikalen
Performances, von den großen Spielfilmen bis zu ihren Fernsehund Dokumentarfilmprojekten. (bbu)

 

 

 

VALIE EXPORT 1940 in Linz, Österreich, geboren, studierte sie 1956-59 an der Kunstgewerbeschule in Linz und 1960–64 an der Höheren Bundeslehr- und
Versuchsanstalt für Textilindustrie, Abteilung Design, in Wien.

1967 erfindet sie ihren Künstlernamen VALIE EXPORT als künstlerisches Konzept
und Logo, mit der Vorgabe ihn nur in Versalien zu schreiben.
Ihre künstlerische Arbeit umfasst u.a. konzeptuelle Fotografie, Video, Film, Laser,
Installationen, Body Performances, Expanded Cinema, Computerarbeiten, Gobelines,
Skulpturen, Texte und Publikationen zur zeitgenössischen Kunstgeschichte.
Seit 1968 zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen u.a. Centre Georges Pompidou, Paris; documenta 6, Kassel; Museum of Modern Art, New York; Stedelijk Museum, Amsterdam; Tate Modern, London; Generali Foundation, Wien; P.S.1 Contemporary Art Center, New York; sowie Teilnahme an zahlreichen internationalen Filmfestivals u.a.in London, Locarno, Berlin, Cannes, Montreal, Vancouver, San Francisco, Sidney, Hong Kong, etc.

1980 ist VALIE EXPORT offizielle Vertreterin Österreichs (mit Maria Lassnig) auf der Biennale in Venedig. 1985 Nominierung für den Goldenen Bären der Internationalen Filmfestspiele Berlin mit ihrem Spielfilm Die Praxis der Liebe (Buch und Regie).
1992 „Tot oder lebend“ Ausstellung im Oberösterreichischen Landesmuseum, Film/
Videoschau im Moviemento in Linz. 1996 Filmschau in der Generali Foundation, Wien.
1997 Personale im Museum des 20. Jahrhunderts, Wien. 2001 Personale im Santa
Monica Museum of Art, Santa Monica, CA. 2003 Personale an der Akademie der Künste, Filmschau im Arsenal in Berlin und Ausstellung VALIE EXPORT im Centre national de la photographie, Paris. 2004 Ausstellung VALIE EXPORT im MAMCO in Genf und im Camden Arts Center, London, Filmvorführungen im National Filmtheatre London.
2005 Werkschau VALIE EXPORT im Kunsthaus Essl, Klosterneuburg, u.v.a.
Gastprofessuren 1983–92: Akademie für Bildende Künste, München; San Francisco
Art Institute und Institute of Media Arts der San Francisco State University; Internationale Sommerakademie, Salzburg. 1989–92 Full Professor an der University of Wisconsin- Milwaukee, School of Fine Arts. 1991–1995 Professorin im Fachbereich Visuelle Kommunikation sowie im WS 94/95 Vizepräsidentin der Hochschule der Künste, Berlin.
Von 1995 bis 2005 Professorin für Multimedia und Performance an der Kunsthochschule für Medien Köln. Lebt und arbeitet in Wien.

 


 

Programm Überblick

 


   
 
FR 18.05.
19.00
Eröffnung und Buchpräsentation Performancefilme 1

21.00
Unsichtbare Gegner

   
SA 19.05.

21.00
Performancefilme 2

   
SO 20.05.
19.00
Kurzfilme

   
MO 21.05.
21.00
Die Praxis der Liebe
   
MI 23.05.

21.15
Menschenfrauen
   
DO 24.05.

21.00
Das Bewaffnete Auge - VALIE EXPORT im Dialog mit der Filmavantgarde

   
FR 25.05.

18.30
VALIE EXPORT. Bilder der Berührung

19.45
Aktionskunst International. Dokumente zum Internationalen Aktionismus

   
SA 26.05.
19.00
Performancefilme 1

   
SO 27.05.

19.00
Performancefilme 2

   
MO 28.05.

21.00
Unsichtbare Gegner

   
MI 30.05.

19.00
Expanded Cinema

 


Kartenreservierung

Credits
 
DO 31.05.

19.00
Das Unsagbare Sagen

Oswald Wiener - "Tschbemerkungen November 1985"


 

 

 

 

 

01

 

 

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FR 18. 05. 19.00 H

SA 26. 05. 19.00 H

Performancefilme 1

 

Raumsehen und Raumhören

 

Gedichte 1966/1980, Video, s/w, 8 Min
Asemie – die Unfähigkeit, sich durch Mienenspiel ausdrücken zu können
1973, Video, s/w, 7 Min.
Delta. Ein Stück
1976/1977, Video, s/w, 18 Min.
Die süße Nummer. Ein Konsumerlebnis
1969, Video, s/w, 7 Min. Raumsehen und Raumhören 1973-74, Video, s/w, 6 Min.
Body Politics
1974, Video, s/w, stumm, 3 Min.
...Remote...Remote...
1973, 16mm, F, 10 Min.

 

Multimedial sind auch EXPORTS Performances, bestehend aus ihrer
Literatur und/oder theoretischen, strukturellen, gesellschaftspolitischen
und visuellen Überlegungen. Sie selbst schreibt 1989 retrospektiv über
den feministischen Aktionismus: „Wenn schon pathologische Momente
wie Selbsthass, minderes Selbstbewusstsein, Identifikation mit Leid,
Unterwerfung oder gar mit dem Unterdrücker aus solchen Aktionen
interpretatorisch rezipiert werden, dann sind diese Momente der Wahrheit
der Geschichte der Frau so wahr, dass viele Frauen nicht einmal
den Lack so gründlich abkratzen lassen wollen. Der Schein des belanglosen
Glamours ist vielen lieber als die Souveränität eines ausgetragenen
Schmerzes, als die schmerzliche Energie des Widerstands.“



 


 

 

 

 

02

 


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FR 18. 05. 21.00 H

MO 28. 05. 21.00 H

Unsichtbare Gegner

 

 

 

Unsichtbare Gegner 1976, 16mm, F, 108 Min.

Regie: VALIE EXPORT, unter Mitarbeit von Peter Weibel; Buch: Peter Weibel, unter Mitarbeit von VALIE EXPORT; Idee: VALIE EXPORT (1972); Kamera: Wolfgang Simon; Schnitt: Herbert Baumgartner, VALIE EXPORT; Fotografie: Helga Borsodi, Monika Hubmann, Wolfgang Soos, Karl Heinz Koller, Hermann Hendrich, Wilhelm Krejci, Eric Timmermann, VALIE EXPORT; Ton:
Klaus Hundspichler, Tonsynchronisation: Mel Kutbay, Toncollage: Hans Hartl, Rainer Kalchauser; DarstellerInnen: Susanne Widl, Peter Weibel, Dr. Josef Plavec, Monika Helfer-Friedrich, Helke Sander, u.a.; Produktion: VALIE EXPORT/Wien

 

Anna, Fotografin und Videoreporterin in Wien, hört im Radio von der
Invasion fremder, unsichtbarer Wesen – den Hyksos –, die die Menschen
und die Erde in Besitz nehmen wollen. „Aber die für uns interessanten
Dimensionen bekommt VALIE EXPORT’s Film nicht nur durch die Thematik
einer schizophrenen, jungen Frau und ihrer Beziehung zu einem paternalistischen
Typ, sondern durch die Ästhetik, die sie dabei entwickelt hat. Der
Film macht nämlich die säuberliche Trennung zwischen objektiver, normaler
Umwelt und schizophrener, anormaler Verzerrung und Projektion auch
ästhetisch nicht mehr mit. Weder trennt er quasi-objektiv filmisch die
Projektionen und Träume von der Umwelt ab, noch verliert er sich an die
Ausmalung der subjektiven Perspektive der Frau, indem er vorgibt, aus dieser
heraus erzählt zu sein. Vielmehr besteht die Ästhetik des Films gerade
darin, dass er die verschiedenen Ebenen ineinander verwebt.“ (Gertrud Koch)



 

 

 

 

 

03

 


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SA 19. 05. 19.00 H

S0 27. 05. 19.00 H

Performancefilme 2

 

TAPP und TASTKINO

 

TAPP und TASTKINO 1968, Expanded Cinema, Loop, 2 Min.
Body Tape 1970, Video, s/w, 4 Min
Hyperbulie 1973, Video, s/w, 7 Min.
Sehtext: Fingergedicht 1973, Video,s/w, 2 Min., stumm
Hauchtext: Liebesgedicht 1970/1973, Video, s/w, 2 Min., stumm
Die Zweiheit der Natur 1986, Video, F, 2 Min.
Vaginan 1997, Video, s/w, Farbe, 3 Min.,stumm
Mann & Frau & Animal 1970/1973, 16mm, s/w & F, 8 Min.
Elfriede Jelinek.News from Home 18.8.88 1988, Video, F, 30 Min..

 

„Der Körper und seine mediale Spiegelung“ hat die Kunsthistorikerin
Annette Tietenberg einen Vortrag über VALIE EXPORT genannt und
damit die Verschiedenheit und Beeinflussung von Körpererfahrung und
Körperrepräsentation auf den Punkt gebracht. Bereits in ihren filmischen
Anfängen stellte EXPORT sich selbst als weibliches Objekt verschiedenster
(aus gesellschaftlichen Normen und Konstruktionen bestehender)
Festschreibungen, aber auch als sinnliches Subjekt dar, das immer
wieder „angemessene Sprachen überlegt für das, was sie ausdrücken
möchte“. Den Abschluss des Programms bildet eine Performance Elfriede
Jelineks, die österreichische Nachrichten hört und kommentiert. (bbu)



 

 

 

 

 

04

 


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SO 20. 05. 19.00 H

Kurzfilme

 

Syntagma

 

Orgasmus 1966/1967, N8mm (16mm 1996), s/w, stumm, 1:30 Min. Selbstportrait mit Kopf 1966/67, N8mm (DVD 2003), s/w, stumm, 1 Min.
Facing a Family 1971, Video, s/w, 5 Min.
Interrupted Line 1971/1972, 16mm, s/w, stumm, 9 Min.
Ein perfektes Paar oder die Unzucht wechselt ihre Haut 1986,Video, F, 12 Min.
Schnitte/Elemente der Anschauung 1971 – 1974, Video, s/w, 17 Min.
Syntagma
1983, 16 mm, F, 18 Min.

 

Die Kurzfilme bilden einen möglichen Querschnitt durch Film und Videovon VALIE EXPORT: Nüchtern die Lust; das Selbstportrait in bewusster Verwandlung und Ausgesetztheit; die Kritik an der medialen Berichterstattung und ihren bewusstlosen Konsumenten, die familiäre Abhängigkeit und ihre Gefangenschaft für Kinder; das strukturelle Interesse an Zeit und Raum und die Möglichkeiten des Bewegtbildes die Wahrnehmung zu verschieben und zu erweitern; das Statement zum Zustand der Welt, ausnahmsweise in einer schrillen Komödie inszeniert; das Dokumentarische mit dem Seriellen verbindend in einer Untersuchung der Stadt und des privaten Lebensraumes;und schließlich als einen der Höhepunkte Syntagma, das EXPORTS unnachahmbare Vielfalt an filmischen und videografischen Techniken mit ihren feministischen und aktionistischen Inhalten verbindet. (bbu)



 

 

 

 

 

05

 


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MO 21. 05. 21.00 H

Die Praxis der Liebe

 

 

 

Die Praxis der Liebe A/BRD 1984, 1984, F, 90 Min.

Buch und Regie: VALIE EXPORT; Kamera: Jürgen Schmidt-Reitwein; Schnitt: Juno Sylvia Englander; Ton: Johannes Paiha; Musik: Stephen Ferguson, Harry Sokal; Kostüme: Gerda Harnoncourt, Perdita Chan; DarstellerInnen: Adelheid Arndt, Rüdiger Vogler, Hagnot Elischka, Günther Nenning, Gary Indiana, u.a.; Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion /Wien, Königsmark & Wullenweber Filmproduktion /Hamburg.

 

Die Praxis der Liebe könnte als femininer Thriller gesehen werden, der von einer investigativen Frau handelt, welche einem mörderischen Komplott auf die Spur kommt und am Ende am Zusammenspiel der staatlichen und der „privaten“ Macht scheitert. Ebenso lesbar wäre der Film als Essay über die Unmöglichkeit, sich aus dem Netzwerk der elektronisch/ gesellschaftlich bestimmten Blicke zu befreien, und über die Unzulänglichkeit der Sprache allemal. Auch eine Komödie der Wahrnehmung wäre zu verfolgen, nicht zuletzt ein Lehrstück über die Konstruktion
von Raum und Zeit in den Kinobildern. Aber aus alledem wird nicht (wie in einem „guten“ Mainstreamfilm) etwas mythisch Ganzes, mit einer klaren Gliederung von Text und Subtext, Handlung und Nebenhandlung, sondern – und hier wird das „Experimentelle“ als der Raum der Erfahrung erkennbar – bleibt in seiner Widersprüchlickkeit, im Fragmentarischen bestehen. (Georg Seesslen)



 

 

 

 

 

06

 


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SO 16. 11. 20.30 H

Menschenfrauen

 

 

 

Menschenfrauen 1979, F, 124 Min.

Regie: VALIE EXPORT; Drehbuch: Peter Weibel, unter Mitarbeit von VALIE EXPORT; Kamera: Wolfgang Dickmann, Karl Kases; Schnitt: Tina Frese, Friedl Mayer; Ton: Herbert Prasch; Geräuschcollage: Walter Stangl; Trick: Zbig Rybczynski & Trifi Gmbh.; Musik: bananen & zitronen, gesungen von monsti-ingrid wiener und VALIE EXPORT, Zither: Karl Swoboda, Hotel Morphila Orchester; DarstellerInnen: Reneé Felden, Maria Martina, Susanne Widl,
Klaus Wildbolz, Lukas Resetarits, u.a.; Produktion: VALIE EXPORT Filmproduktion

 

Menschenfrauen zeigt die Beziehung des Journalisten Franz S. zu vier Frauen, zwischen denen er nach einem exakten Zeitplan hin- und herpendelt. Doch die Frauen beginnen dieses Beziehungsspiel, bei dem Franz stets der Gewinner bleibt, zu durchschauen und auf die eine oder andere Weise auszubrechen. Die Linearität der Geschichte wird immer wieder unterbrochen von Rückblenden, die Auskunft über die Vergangenheit der Figuren geben, Traumsequenzen, in denen sich die psychischen Deformationen äußern, und artifiziellen Inszenierungen des Rollenverhaltens. In diesen Sequenzen treibt VALIE EXPORT die Aktionen, die sie vor und neben ihren Filmen entwickelt hat, weiter. (Claudia Preschl)



 

 

 

 

 

07

 


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DO 24. 05. 21.00 H

Das Bewaffnete Auge - VALIE EXPORT im Dialog mit der Filmavantgarde

 

 

 

Das Bewaffnete Auge – VALIE EXPORT im
Dialog mit der Filmavantgarde
1984, Video, F, 135 (3 x 45) Min.

Drehbuch, Konzept und Präsentation: VALIE EXPORT; Regie und Gestaltung: Zoltan Pataky; Kamera: Walter Hendl, Johann Weninger, Hans Georg Havlik; Bildschnitt: Rudolf Pfabigan; Ton: Johann Riedl; MAZ Technik: Hannes Wusta, Heinz Lahner; Maske: Lucia Laskaris; Bauten: Adolf Smalix; Produktionsleitung: Ewald Hontsch; Produktion: ORF/Kunststücke

 

Mit der dreiteiligen Serie DAS BEWAFFNETE AUGE wendet sich
VALIE EXPORT entlang der Themenschwerpunkte „Inszenierter Raum –
Inszenierte Zeit“, „Reale Bewegung – bewegliche Realität“ und „Struktureller
Film“ auch einer jener filmischen Gattungen zu, die aktuell im
öffentlich rechtlichen Fernsehen nicht mehr existieren. Anhand zahlreicher,
medienspezifisch aufbereiteter Filmbeispiele u.a. von Wojciek
Bruszewski, Malcolm LeGrice, Sergei Eisenstein, Maya Deren, Kurt Kren,
Yvonne Rainer, Anne Severson, Alfred Hitchcock, Linda Christanell,
Gary Beydler und Marc Adrian werden narrative und nicht-narrative Erzählformen
untersucht und gegenübergestellt. Wie avanciert diese Arbeit
ist, zeigt auch die hohe Dichte (film-)theoretischer Zitate wie beispielsweise
von Christian Metz, Charles S. Peirce, Wsevolod I. Pudovkin oder
Ferdinand de Saussure. (Dietmar Schwärzler)



 

 

 

 

 

08

 


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FR 25. 05. 18.30 H

VALIE EXPORT. Bilder der Berührungen

 

Hyperbulie

 

1997/1998 CD-ROM, hybrid, dt. & engl.

 

Vortrag von VALIE EXPORT über die vielfältigen Ausdrucksformen ihrer Kunst entlang der Navigation der CD-Rom

CD-Rom in Zusammenarbeit mit Syntax, Atelier für visuelle Kommunikation und
Mediengestaltung, Köln (Philipp Heidkamp, Catrin Sieber)



 

 

 

 

 

09

 


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FR 25. 05. 19.45 H

Aktionskunst International. Dokumente zum Internationalen Aktionismus

 

 

 

Aktionskunst International. Dokumente zum
Internationalen Aktionismus
1989, Video, F, 73 Min.

Buch und Regie: VALIE EXPORT; Interviewpartner: Vito Acconci, Jean Baudrillard, Karen Finley, Dick Higgens, Allan Kaprow, Otto Muehl, Jorgen Nash, Gina Pane, Mark Pauline / Survival Research Laboratories, Gerhard Rühm, Carolee Schneeman, Jens Jørgen Thorsen, Wolf Vostell; Kamera: Michael Anderson, Bert van Munster, Joe Friedman, Kurt Oblak, Peter Röhsler, Walter Köhler, Erwin Mayer, Sepp Thoma; Assistenz: Andreas Puff-Trojan; Filmschnitt: Ewa Märk-Fichtel, Renate Brandner; MAZ Technik: Michael Hudecek; Ton: Herbert Krill, Vinzens Lenski; Korrespondent/USA: Herbert Krill; Produktion: Mungo-Film GmbH, im Auftrag des ORF/Kunststücke.

 

Ursprünglich wollte der ORF von VALIE EXPORT eine Sendung über den
Wiener Aktionismus, sie konnte die Redaktion jedoch von einer darüber
hinaus gehenden Betrachtung der internationalen Wurzeln und Strömungen
überzeugen. Dennoch beginnt sie mit der Vorstellung der literarischen
Aktionen der Wiener Gruppe, die EXPORT selbst als junge Künstlerin
in den frühen 1960er Jahren angeregt haben. Wie schon in DAS
BEWAFFNETE AUGE steht auch in dieser Fernseharbeit der vermittelnde
Aspekt im Vordergrund, ohne auf eine zeitgemäße Verwendung des
Mediums und seiner Möglichkeiten zu verzichten. (bbu)



 

 

 

 

 

10

 


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Mi 30. 05. 19.00 H

Expanded Cinema

 

Adjungtierte Dislokationen

 

Abstract Film Nr.1 1967/1968
auf + ab + an + zu* 1968, N8mm (16mm-Blow-Up), 3 Min., Farbe
Ping Pong. Ein Film zum Spielen – ein Spielfilm* 1968, N8mm
(16mm-Blow-Up), 3 Min., s/w
Split Reality * 1967/1970, Video Aktion, 3 Min., s/w
Splitscreen-Solipsismus* 1968, N8mm (16mm-Blow-Up), 3 Min, ohne Ton
Adjungierte Dislokationen
* 1973, 16mm, 2 S-8 Filme (Dreifachprojektion), sw, stumm, 10 min.

 

Einmalige Live-Aufführung von Arbeiten aus den Jahren 1967-73
in Kooperation mit der Generali Foundation Wien.

Eine der wichtigsten künstlerischen Formulierungen der 1960er Jahre
war die Sprengung der Grenzen zwischen den verschiedenen Disziplinen,
wobei davor Wirtschaftskrise und Kriegszeit die lebendigen Anfänge der
Surrealisten, Dadaisten u.a. unterbrochen haben. Bereits in EXPORTS
erster präsentierter Aktion Abstract Film Nr.1 gibt es keinen Filmstreifen
mehr: Licht auf einen Spiegel projiziert, über den verschiedene Flüssigkeiten
geschüttet werden, erzeugt die abstrakten Muster auf der Leinwand.
In auf + ab + an + zu hat das Publikum die Möglichkeit, seinen
eigenen „Film“ zu machen und mit nach Hause zu nehmen, es kann
gegen den Film Ping Pong spielen – trotzdem einflussloser Konsument
bleibend – oder VALIE EXPORT in Split Reality beim Singen eines
Frank Sinatra-Songs bestaunen. Den Abschluss bilden zwei Arbeiten,
die die Beschränkung der Wahrnehmung in einer herkömmlichen Kinosituation
thematisieren und erweitern. Sichern Sie sich Karten, das
kommt so rasch nicht wieder! (bbu)


*Besten Dank an die Generali Foundation für die Objekte aus ihrer Sammlung.


 

 

 

 

 

 

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DO 31. 05. 19.00 H

Das Unsagbare Sagen

 

 

 

Das Unsagbare Sagen 1992, Video, 45 Min., Farbe
Regie und Gestaltung: VALIE EXPORT, Ingrid Wiener, Oswald Wiener; Buch: Oswald Wiener; Kamera: VALIE EXPORT, Ingrid Wiener, Robert Pammer, Bernhard Wallentin, Armin Paar, Peter Kogler; Schnitt: Kurt Studeny; Ton: Oswald Wiener; Produktion: Robert Melzer, Produktion: P.R.E.-TV im Auftrag des ORF/Kunststücke

 

Zu den wohl produktivsten Künstlerinnen im ORF zählt VALIE EXPORT,
die im Rahmen der Kunststücke zahlreiche Fernseharbeiten realisieren
bzw. präsentieren und dadurch auch ihren künstlerischen Aktionsradius
erweitern konnte. (...) Sprache unterstützt als ein Werkzeug des Denkens
ganz wesentlich menschliche Ausdrucksmöglichkeiten. Was passiert
allerdings, wenn diese Funktion krankheitsbedingt durch den Verlust
des Sprechvermögens oder Sprachverständnisses – der Aphasie –,
durch Automatismen des Sprechapparates oder bewusste künstlerische
Eingriffe außer Kraft gesetzt wird? ...

 

 

 

 

Oswald Wiener – „Tischbemerkungen November 1985.“

 

 

 

Oswald Wiener – „Tischbemerkungen November 1985.“
Ein Portrait von VALIE EXPORT
1985, Video, 45 Min., Farbe

16mm-Kamera: Peter Roehsler, Moritz Gieselmann; Videokamera: VALIE EXPORT; Super8-Kamera: Ingrid Wiener, Oswald Wiener; Schnitt: Ewa Fichtel; MAZ-Schnitt: Karl Königsberger; Ton: Gerhardt Ordnung, Rudolf Fink, Ingrid Wiener, Peter Schwaba; Produktion: mungo-film, im Auftrag des ORF/Kunststücke.


Oswald Wiener - „Tischbemerkungen November 1985“kennzeichnet
eine eigenwillige Kadrierung, Wahl von Details und Schnittfolge. So
beginnt der auf Video, 16mm und Super-8 gedrehte Film sehr intim –
Wiener beim Rasieren und beim Duschen – und verfolgt den Protagonisten
entlang seines Wirkungsbereiches in Wien, Berlin, Island und
seiner heutigen Wahlheimat Kanada. (...) (Dietmar Schwärzler)


 

 


 

 

 


Eine gemeinsame Veranstaltung von sixpackfilm, Österreichisches Filmmuseum und den Wiener Festwochen, in Kooperation mit der Generali Foundation.

Programm und Redaktion: Brigitta Burger-Utzer
Am 23. Mai, 19.00 Uhr, wird in der Generali Foundation eine
Ausstellung mit Werken der Sammlung eröffnet, darunter auch
Arbeiten von VALIE EXPORT.
Ausstellungsdauer: 24. Mai – 26. August 2007


Nähere Informationen erhalten Sie bei
Sixpack Film
, Tel. 526 09 90
1070 Wien, Neubaugasse 45

Kartenreservierungen:
Östereichisches Filmmuseum Tel. 533 70 56 und
www.filmmuseum.at