film
spricht viele sprachen

 

12 Jahre sixpackfilm

Österreichisches Filmmuseum Wien
23. bis 29. November 2002

 

 

 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Di 26. |
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Mi 27. |
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Do 28. |
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Fr 29.
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ProgrammauswahlCredits
   

 

 

 

 

 

 


Abb.
Girl Power (Part 1)
Die Frucht deines Leibes
Film ist Magie (Teil 8)

 

 

 


Das Dutzend ist voll! 12 Jahre ist es nun her, dass Sixpack Film gegründet wurde. Aus unserer Sicht ein idealer Anlass, mit zwölf spannenden Filmprogrammen der Kunst des bewegten Bildes zu frönen. Zugleich will diese Veranstaltung im Österreichischen Filmmuseum an unsere Ziele erinnern und einem neuen Publikum die Motive unseres Tuns näher bringen.

Seit dem rebellischen Aufbegehren der Kunst gegen die bleierne Nachkriegszeit und seit den wild bewegten 60er Jahren hat sich hierzulande eine außergewöhnlich radikale und produktive Filmszene entwickelt. Was lange Zeit jedoch fehlte, war ein funktionierender Draht zum Publikum und zur Öffentlichkeit. Sixpack Film machte sich zur Aufgabe, diese Lücke zu schließen: als Agentur für das nichtkommerziell produzierte Laufbild.

Kernstück dieser Vermittlungsarbeit ist bis heute die Beschickung der internationalen Film- und Videofestivals geblieben. Dieser Teil unserer Vertriebsarbeit dient der Präsentation neuer Werke auf internationalem Terrain. Darüber hinaus betreibt Sixpack Film einen Verleih, der aktiv nach Vorführmöglichkeiten im In- und Ausland sucht.
Mit der Konzeption und Durchführung von Veranstaltungen leisten wir einen weiteren Beitrag zur Vermittlung jener bewegten Bilder, die wir in die Welt hinausschicken. Diese Veranstaltungen konfrontieren etablierte Klassiker mit jüngsten Arbeiten, zeigen gestalterische Parallelen und Unterschiede auf, machen ästhetische Differenzen zwischen Film und Video sichtbar und stellen Produktionen aus aller Welt vor.

Von welcher faszinierenden Materie hier die Rede ist, will auch diese Veranstaltung sichtbar machen. Film spricht viele Sprachen feiert die historische und zeitgenössische Kraft aller Formen eines künstlerischen Film- und Videoschaffens. Sechs befreundete, internationale Kuratorinnen und Kuratoren wurden eingeladen, österreichische und internationale Produktionen in eigenen Programmen zusammenzuführen und persönlich zu präsentieren. Neben diesen Cartes Blanches haben wir selbst weitere Themen zentrierte Programme komponiert.

Als Special Event wird es in Zusammenarbeit mit dem Festival Wien Modern zu einem musikalisch-visuellen Live-Act kommen. Dieser wird der neuesten Entwicklung in der langen Geschichte der österreichischen Filmavantgarde gewidmet sein: der digitalen Laufbildkreation in Kombination mit elektronischen Soundtracks. Auch hier setzt die heimische Produktion zur Zeit weltweit Maßstäbe!

In diesem Sinne: alles erdenkliche Vergnügen bei der Erkundung der Sprachenvielfalt des zeitgenössischen Kinos!

Brigitta Burger-Utzer, Peter Tscherkassky

 

 

 

 



 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Samstag, 23. November 2002

 


     

prg 1

18:30

Colour Cry!


zusammengestellt von Barbara Pichler und Dietmar Schwärzler >>

 

 

 

Abb.
ILOX

 


Die Materialität der Farbe als genuin visuelle Komponente und in Beziehung zum Sound ist das Thema des vorliegenden Programmes. Digital generierte Anklänge an ästhetische Traditionen der (abstrakten) Malerei, Bezug nehmend beispielsweise auf Mark Rothko, Gerhard Richter oder Casper David Friedrich, finden sich ebenso wie klassische und aktuelle Ansätze des strukturellen oder grafischen/geometrischen Films.
Beginnend mit einer Versuchsanordnung des Expanded Cinema, reicht die Palette der vielfältigen Herangehensweisen vom Einsatz von Farbfiltern, Handkollorationen, Doppelbelichtungen bis zu Flicker-Effekten. Doch eines haben diese Filme gemeinsam: die gleichzeitig konzeptuelle und sinnlich-ästhetische Verwendung von Farbe — als Fläche, Linie oder auch als (figurative) Form. In Kombination mit den meist elektronischen Soundscapes entwerfen sie Bild- und Tonlandschaften, die die Schau- und Hörlust nachhaltig sensibilisieren und beeindrucken.


 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung

 

 


Ernst Schmidt jr.
Schöpfung
A 1968, 35mm,
Farbe, ca. 3 min
-

Norbert Pfaffenbichler/Lotte Schreiber
36
Sound: Stefan Németh
A 2001, Beta SP,
Farbe, 2 min
-

Kurt Kren
17/68 Grün-rot
A 1968, 16mm, stumm, Farbe, 3 min
-

Peter Kubelka
Schwechater
A 1958, 35mm,
Farbe, 1 min
-

Michaela Grill
kingkong
Sound: Pure, A 2000, Beta SP, Farbe, 9 min
-

 


Dietmar Brehm
Roter Morgen
A 1990, 16mm,
Farbe, 4 min
-

David Rimmer
Variations on a Cellophane Wrapper
CAN 1970, 16mm,
Farbe, 8 min 30 sek
-

Len Lye
Rainbow Dance
Sound: Rico’s Creole BandGB 1936, 35mm, Farbe, 5 min
-

Pat O´Neill
Easy Out
USA 1971, 16mm,
Farbe, 9 min
-

reMI
Mobile V
A/NL 2000, Beta SP, Farbe, 3 min
-



Karø Goldt
ILOX
Sound: rashim, A/D 2001, Beta SP, Farbe, 3 min
-

Oskar Fischinger
Komposition in Blau
D 1935, 35mm,
Farbe, 4 min
-

Malcolm Le Grice
Berlin Horse
Sound: Brian Eno, GB 1970, 16mm,
Farbe, 9 min
-

Oliver Lasch/Thomas Strobl
Hardcore Special Report
A 1991/92, 16mm, Farbe, 5 min
-

Ben Pointeker
Overfart
Sound: general magic A/DK 1999, Beta SP, Farbe, 6 min
-

 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Samstag, 23. November 2002

 


     

prg 2

20:30, 22:30

re:store (Live-Act)


Ein Projekt von Michaela Grill (Bild) und Martin Siewert (Musik) mit Gästen

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Grundlage sind Filmbilder aus dem Sixpack Film-Archiv und dem
Archiv des Filmmuseums.

„Eine vergangene Wirklichkeit wird in einem System von Zuschreibungen fixiert, deren Grammatik die Geschichte ist — auf der Ebene der symbolischen Ordnung also, der gegenüber nur selten eine Spur des Realen, als Rauschen oder als Störfall — und sei es im Stoff der Dokumente selbst — durchschießt. Genau in diesen Momenten aber wird ein Archiv informativ."
Wolfgang Ernst, Tradition: Jenseits des Archivs. Eine Medienarchäologie kultureller Übertragungstechniken.

Manchmal definiert sich ein Störfall genau dadurch, dass er entgegen aller Erwartungen nicht eintritt.

re:store lotet den Grenzbereich zwischen realen und imaginären KlangBildern aus und entfaltet ein Panoptikum synästhetischer Wahrnehmungen.

Ein Abend in Kooperation mit Wien Modern



 


 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Sonntag, 24. November 2002

 


     

Special

ab 12:00

VOTE !


Anlässlich der Nationalratswahl präsentiert das Österreichische Filmmuseum am Wahlnachmittag:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung


12.00
The Manchurian Candidate
USA 1962, R: John Frankenheimer mit Frank Sinatra, Laurence Harvey, Angela Lansbury
-

14.10
Primary (freier Eintritt)
USA 1960, R: Richard Leacock, mit John F. Kennedy
-

15.00
Election (Premiere)
USA 1999, R: Alexander Payne, mit Reese Witherspoon und Matthew Broderick
-

 

 

 

 

 


 

 




 


 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Montag, 25. November 2002

 


     

prg 3

18:30

Happy Birthday to Me


zusammengestellt von Wilbirg Brainin-Donnenberg >>

 

 

Abb.
Die Frucht deines Leibes

 

 

 

 

 


Das gefilmte Ich — Autobiographisches, Selbstreflexives. Die Zugänge sind unterschiedlich: Spielfilm, Tagebuchfilm und Performance. Der Fokus: das eigene Leben. Kindheit. Sexualität. Tabu. Religion. Gewalt. Die Kamera, der Apparatus, als Spiegel, als ordnende Konfrontation mit der eigenen Realität. Vielfältig die Methoden der Darstellung von Vergangenem, von Erinnerung — direktes perfomance-artiges Erzählen in die Kamera, Bearbeitung der familiären Home Movies, handschriftliche Textfragmente, Found Footage, Animation, Voice-over. Oft werden auch mehrere Stilmittel kombiniert.

Zu Beginn in Barbara Alberts Die Frucht deines Leibes die Phantasiewelt eines Mädchens zwischen Sexualität und bigotter Prüderie. Dann Sadie Bennings Pixelvision-Underground Video als Rebellion eines „girls" der 90er gegen weibliche Stereotypen, und Mara Mattuschkas Teenager-Sehnsüchte zwischen Allmacht und Untergang. Lisa Steele erzählt in ihrer Performance anhand der „Narbenlandschaft" ihres Körpers ihre Lebensgeschichte. Eine Performance anderer Art ist Apologies — Anne Charlotte Robertsons manisches Entschuldigen als Versuch einer filmischen Selbsttherapie. Su Friedrichs Assoziationen zu Träumen aus ihrem Tagebuch verdichten die vorangegangen Themen noch einmal filmisch.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Kartenreservierung

 

 


Barbara Albert
Die Frucht deines Leibes
A 1996, 16mm, Farbe, 27 min
-

Sadie Benning
Girl Power (Part 1)
USA 1992, Beta SP, s/w, 15 min
-

Mara Mattuschka
Der Untergang der Titania
A 1985, 16mm, s/w, 4 min
-

 

 

 


Lisa Steele
Birthday Suit with Scars and Defects
CAN 1974, Super-8 (mini-DV), s/w, 12 min
-

Anne Charlotte Robertson
Apologies
USA 1983-90, VHS, Farbe, 17 min
-

Su Friedrich
Gently Down the Stream
USA 1981, 16mm, s/w, 18 B/s, stumm, 13 min
-





 

 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Montag, 25. November 2002

 


     

prg 4

20:30

„All that is is light" — Vom Glück im Kino


zusammengestellt von Karola Gramann >>

 

 

Abb.
The Art of Mirrors

 

 


Licht ist das Thema, unter dem ich die Filme für das Programm ausgesucht habe. Licht, weil es die Essenz des Kinos ist, und das in einem sehr persönlichen Sinn: das Glücksmoment des kurzen Augenblicks, wo das Dunkel entsteht, in dem dann das Licht des Projektors aufzuscheinen beginnt. Das Licht hat vor allen Bildern das Erregende.

Unabhängig von meiner persönlichen, emotionalen Erfahrung mit der Qualität des Lichtes im Kino finden sich immer wieder Überlegungen zur Bedeutung des Lichtes in der Filmgeschichte und besonders in der Geschichte der Avantgarde. Diese Überlegungen beziehen sich sowohl auf die technischen wie auch die philosophisch-mystischen Aspekte.

Dem Licht verdanken sich auch die Stimmungen und Gefühlswerte eines Films. Licht sowohl in Schwarzweißwirkungen, Grauschattierungen und in Verbindung mit Farbe. Tendencies to Exist verschmilzt in diesem Sinne auf ganz besondere Weise Licht und Farbe.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung



Sebastian C. Schroeder
Cinema
CH 1972, 35mm,
Farbe, 3 min
-

Derek Jarman
The Art of Mirrors
GB 1973, 16mm,
Farbe, 5 min 30 sek
-

Ladislav Galeta
Water Pulu
YU 1988, 16mm,
Farbe, 9 min
-

 

 

 

 

 

 

 


Peter Hutton
Boston Fire
USA 1980/81, 16mm,
s/w, 8 min
-

Stan Brakhage
Mothlight
USA 1963, 16mm,
Farbe, 3 min
-

unbekannt
Au Japon — Fabrication du Getas
F 1911, 16mm, s/w, stumm, 6 min
-

Lisl Ponger
Tendencies to Exist
A 1984, Super-8, Farbe & s/w, stumm, 17 min
-






Guy Sherwin
Night Train
UK 1979, 16mm,
s/w, 2 min
-

Helga Fanderl
Feuerwerk
D 2001, 16mm, s/w,
18 B/s, stumm, 3 min
-

Kenneth Anger
Eaux d’Artifice
USA 1953, 16mm, Farbe, 13 min
-

 

 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Dienstag, 26. November 2002

 


     

prg 5

18:30

Film ist GO


zusammengestellt von Gertjan Zuilhof >>

 

 

 

Abb.
Journey Through the Night

 

 

 

 


Filme sind viel unterwegs, allerdings nur in der Vorstellung. Ein Film bewegt sich von selbst nirgendwohin. Er wickelt sich ab und wird zurückgespult und ist zu „ewiger Wiederkehr" verdammt. Es ist die Hypnose des bewegten Bildes, die die Vorstellung des/der unbeweglichen Betrachters/in bereist.

Daher braucht es gottgesandte Boten, wie die Sixpacker/innen, um Filme in die Welt zu bringen. Und es braucht die göttlichen Erntearbeiter/innen, um die reisefähigen auszuwählen.

Die Filmemacher/innen dieses Programms bereisen, jede/jeder von ihnen auf seine/ihre ganz besondere Art, die Vorstellung wie keine anderen. Ihre Filme dokumentieren verschiedene Aspekte des Reisens, sei es durch Zeit oder Raum, aber keiner von ihnen ist ein bloßer Reisebericht. Alle erkunden sie mehrere Ebenen ihres bewegten Mediums. Österreichische kinematographische Reisende werden dabei auf Wanderer anderer Welten treffen. Einige von ihnen mögen einen Stillstand betrachten, andere zurück schauen, alle aber sind sie unterwegs zu immer neuen Horizonten. Go!

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung

 

 

 

Gustav Deutsch
Film ist mehr als Film
A 1996, 35mm,
Farbe, 1 min
-

Hans Scheugl
(Calcutta) GO
A 1993, 16mm,
Farbe, 9 min
-

Thomas Korschil
Sunset Boulevard
A 1991, 16mm, Farbe, 18/s,
stumm, 8 min
-

Yael Bartana
Trembling Time
NL 2002, Beta SP,
Farbe, 7 min
-

 

 

 

 

 

Gustav Deutsch
Film/Spricht/Viele/
Sprachen

A 1995, 35mm,
Farbe, 1 min
-

Edgar Honetschläger
George in Hollywood
A 2002, 35mm,
Farbe, 3 min
-

Joram ten Brink
Journey Through the Night (Reis door de Nacht)
NL 2001, 35mm,
Farbe, 10 min
-

Ella Raidel / René Straub
hard cut
A/Südafrika 2001/02,
Beta SP, Farbe,
5 min 30 sek
-


 

Nathalie Alonso Casale
11 November, Saint Petersburg
NL 2001, Beta SP,
Farbe, 10 min
-

Christian Frosch, Kristina Konrad
Eine Seekrankheit auf festem Lande
A/D 1996, 16mm,
Farbe, 15 min
-

Pieter Moleveld
Tzigani
NL 2001, Beta SP,
Farbe, 10 min
-

 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Di 26. |
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Fr 29.
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Dienstag, 26. November 2002

 


     

prg 6

20:30

Histoire(s) d’Amérique


zusammengestellt von Alexander Horwath >>

 

 

 

Abb.
Report

 

 

 

 


Nachkriegsgeschichte(n) der Vereinigten Staaten von Amerika, Geschichten von Waffengebrauch und imperialer Gewalt. Aber auch: eine kleine Geschichte des unabhängigen Films, der sich satirisch, aggressiv, subversiv dazu äußert. Prolog: eine Bildmetapher für dieses Amerika und für diese Art von Film — und ein kurzer Audio-Track von Jean-Luc Godard über Kino und Krieg. Hauptstück: Bruce Conner betrachtet den Medientod von JFK, der Kubaner Santiago Alvarez verlacht mit einer bösen Collage Lyndon B. Johnsons Vietnam-Politik, Kurt Kren erforscht mit der Kamera ein Bild vom Massaker, Harun Farocki setzt die Sozial- und Machtstrukturen einer Napalmfabrik in Szene, und Craig Baldwin breitet ein zynisch-paranoides Schnellfeuergemälde vor uns aus: das Empire vs. Afrika. Epilog: Vor dem Hintergrund einer Todes verzückten filmhistorischen Bewegungstapete singt Allen Ginsberg das Lied von der Verknöcherung dieser Demokratien.

Alexander Horwath Geb. 1964 in Wien. Filmkritiker. Autor und Kurator von Filmreihen und Ausstellungen im In- und Ausland. 1992-97 Direktor der Viennale. Seit 2002 Direktor des Österreichischen Filmmuseums. Buchpublikationen u.a. über Michael Haneke, Avantgardefilm, Hollywood in den 1960er und 70er Jahren.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung


 

Peter Tscherkassky
Shot — Countershot
A 1987, 16mm, s/w, stumm, 22 sek
-

Jean-Luc Godard
Histoire(s) du Cinéma 1A: Toutes les Histoires
F 1989, Audio, 3 min [Ausschnitt]
-

Bruce Conner
Report
USA 1963-67, 16mm, s/w, 13 min
-

 

 

 

Santiago Alvarez
L.B.J.
Kuba 1968, 35mm,
Farbe & s/w, 18 min
-

Kurt Kren
24/70 Western
A 1970, 16mm, s/w, stumm, 3 min
-

Harun Farocki
Nicht löschbares Feuer
D 1969, 16mm, s/w,
25 min
-




 

Craig Baldwin
Rocketkitkongokit
USA 1986, 16mm, s/w,

30 min
-

Gus van Sant / Allen Ginsberg
Ballad of the Skeletons
USA 1996, 35mm,
Farbe, 4 min
-


 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Mittwoch, 27. November 2002

 


     

prg 7

18:30

Sentimental Drink


zusammengestellt von Ralph McKay >>

 

 

Abb.
38/79 Sentimental Punk

 

 


Eine ungeleitete Tour durch die Galaxie von Sixpack, beleuchtet von ein paar benachbarten Sternen, beginnt mit Kurt Kren. Sein unbeachtetes Meisterwerk macht sich auf den Weg zurück ins amerikanische Exil. Krens feurige Lichtblitze herumirrender kalifornischer Punks rufen weitere Splitter hervor, die dem beständigen Strom der Zeit kurz entrissen werden. Sie verkörpern sich in Tscherkassys feiernden Genussmenschen, Holzhausens Liebes verzückten Überlebenden, Barbas und Molsens verzauberten Einsiedlern, Cmelkas arkadischen Nymphen und in Barnstones gepixeltem Präraffaelismus.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung

 

 

 

Kurt Kren
38/79 Sentimental Punk
A 1979, 16mm, Farbe, stumm, 5 min
-

Peter Tscherkassky
Happy-End
A 1996, 35mm,
Farbe, 11 min
-

Rosa Barba, Ulrike Molsen
Panzano
D 2002, 16mm,
Farbe, 22 min
-

 

 

 

Kerstin Cmelka
Et In Arcadia Ego
A/D 2001, 16mm, Farbe, stumm, 3 min
-

Johannes Holzhausen
Wen die Götter lieben
A 1992, 16mm,
Farbe, 35 min
-

Lisa Barnstone
Drink Me
USA 2000, 16mm,
s/w, 4 min
-




 

 

 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
3
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Di 26. |
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Do 28. |
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Fr 29.
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Mittwoch, 27. November 2002

 


     

prg 8

20:30

Horizons


zusammengestellt von Brent Klinkum >>

 

 

 

Abb.
A Year Along the Abandoned Road

 

 

 


Dieses Programm möchte einige Bedeutungen des griechischen Begriffs horizon („Grenzlinie", „Grenzkreis", „Gesichtskreis") abstecken.

Noch bis ins 19. Jahrhundert hinein wurden geographische Karten ähnlich wie Gemälde verstanden, als gleichnishafte Übersetzungen der Welt auf eine zweidimensionale Fläche. Erst im Zeitalter des Positivismus kam es zu einer klaren Trennung zwischen Bildern und Karten. Ab dem Surrealismus traten die beiden Darstellungsformen in der Kunst wieder in vielfältige Nahbeziehungen. Für Land Art und Konzeptkunst war die Karte ein Instrument zur Ausdehnung des Kunstwerks in den „wirklichen", städtischen oder ländlichen Raum: Der malerische Horizont wurde zu einem geographischen erweitert. Heute wären Vergleiche zu ziehen zwischen einer mittlerweile hoch technifizierten Kartographie und den künstlerischen Medien Film und Video.

Die hier ausgewählten Arbeiten illustrieren alle einen geographischen Horizont, der aber ebenso als psychologischer, moralischer oder körperlicher Horizont interpretiert werden kann. Ist die schleifenförmige Begrenzung in The Great Escape oder A Year Along the Abandoned Road eine Strategie der Flucht in einem Binnenland? Ist Sea Concrete Human eine metaphysische Antwort auf Sorgers Bemühungen in Peter Handkes Langsame Heimkehr, die Landschaft zu „lesen"?

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung

 

prg >> 9

 

Gustav Deutsch
Sa, 29. Juni / Arctic Circle
A 1990, 16mm, Farbe, stumm, 3 min
-

Morten Skallerud
A Year Along the Abandoned Road
(Aret gjennom Børdfjord)
Norwegen 1988-91, 35mm CinemaScope, Farbe, 12 min
-

maia gusberti ./notdef
.airE
Sound: Stefan Németh
A 2001, Beta SP,
Farbe, 5 min
-

 

 

Jeroen Offerman
The Great Escape
NL 2000, Beta SP, Farbe, 10 min
-

Michael Palm
Sea Concrete Human (Malfunctions #1)
A 2001, 35mm, Farbe & s/w, 29 min
-

Julia Lazarus, Ben Pointeker
a lucia
A/I 2001, 16mm,
Farbe, 10 min
-

Greg Pope
Lofoten
UK 2000, Beta SP,
Farbe, 4 min
-



 

Julia Lazarus, Ben Pointeker
a lucia
A/I 2001, 16mm,

Farbe, 10 min
-

Greg Pope
Lofoten
UK 2000, Beta SP,
Farbe, 4 min
-

 


 

Programme

Sa 23. |
1
2
So 24. | Mo 25. |
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Di 26. |
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Mi 27. |
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Do 28. |
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Fr 29.
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Donnerstag, 28. November 2002

 


     

prg 9

18:30

Fremde Heimat


zusammengestellt von Brigitta Burger-Utzer >>

 

 

 


Abb.
Mariage Blanc

 


Die Filme und Videos dieses Programms sind als Statement oder subtiler Appell zu verstehen, Phänomene wie Fremdenfeindlichkeit, Migrationsbewegungen, Abschottungspolitik und nationale Klischees in ihrer Komplexität zu betrachten. Das globale Gefühl der Bedrohung vor den eindringenden Fremden in das westliche kränkelnde Wirtschaftswunderland steht dem entwurzelten Gefühl jener gegenüber, die in ihrer Heimat keine Zukunft mehr sehen oder sahen. Alle Arbeiten sprechen sich gegen eine vereinfachende Zuordnung in Stereotypien aus, die von nationalistischen Medien und Parteien gerne benutzt werden: gierige Wirtschaftsflüchtlinge; statische Kulturkreise; stolze Heimatgefühle oder die Flucht als Abenteuerreise in das gelobte Land.

Die ästhetischen und formalen Verfahren zum Transport der gesellschaftspolitischen Inhalte sind vielgestaltig. Sie reichen vom Found Footage Film bestehend aus Amateurreisefilmen (Passagen) oder Lehrfilmen (Austria) zum konzeptuellen Performancevideo (Mariage Blanc; Ich suche nichts, ich bin hier), vom Videoclip (Ph/r/ases) und höchst persönlich gehaltenem Kommentar mit wenigen Bildern (Coming Home. Daily Structures of Life) zum verstörenden Dokumentarfilm (Limes ... Aktion Limes).

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung


 

Dietmar Brehm
Austria
(Szene 2 aus Mix-4)
A 2000, Beta SP, Farbe, 2 min
-

Gustav Deutsch
Mariage Blanc
A/MA 1996, 16mm, Farbe, 5 min
-

Erwin Wagenhofer
Limes ... Aktion Limes
A 2002, Beta SP, Farbe, 27 min
-

 

 

Kurt Kren
44/85 Foot’-age shoot’-out
A/USA 1985, 16mm, Farbe, 2 min 45 sek
-

Jun Yang
Coming Home. Daily Structures of Life
A 2000, Beta SP, Farbe, 16 min
-




 

Sikay Tang
Ph/r/ases
USA 1995, Beta SP, Farbe, 4 min 40 sek
-

Holger Mader
Ich suche nichts, ich bin hier
D 1994, Beta SP, Farbe, 4 min
-

Lisl Ponger
Passagen
A 1996, 35mm, Farbe, 12 min
-

 

Programme

Sa 23. |
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So 24. | Mo 25. |
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Donnerstag, 28. November 2002

 


     

prg 10

20:30

Forms and New Forms of the Visual Study —
Recent Austrian and French Experimental Developments


zusammengestellt von Nicole Brenez >>

 

 

 

Abb.
Exposed

 



 

 

 

 

 

 

 


Eines der gemeinsamen Merkmale der aktuellen österreichischen und französischen Avantgarde ist die Erfindung einer neuen Art von visual study, d.h. einer Untersuchung des Bildes mit dessen eigenen Mitteln. In den Werken von Peter Tscherkassky, Siegfried A. Fruhauf (man denkt dabei aber auch an das große Fresko Film ist. von Gustav Deutsch), Hervé Pichard, Othello Vilgard oder Johanna Vaude dient die Beschäftigung mit vorgefundenem Material eher seiner Wiederauferstehung oder formalen Analyse als der herkömmlichen polemischen Zweckentfremdung, wie es bei ihren lettristischen oder situationistischen Vorläufern der Fall war. Wenn David Matarasso den Vorspann von Dellamorte Dellamore in eine Abhandlung über den Kader oder Xavier Baert den von In the Mood for Love in eine Studie über die Remanenz (Révélation) verwandelt, wenn Othello Vilgard in High Abel Ferraras The Addiction neu montiert, um Lili Taylors außergewöhnliche Gestik herauszuarbeiten, oder wenn Johanna Vaude in Samouraï die gesamte Ikonographie der Hongkonger Actionfilme konzentriert, dann vollenden ihre Filme die von den Originalbildern verfolgten formalen Absichten, fördern sie zutage, entwickeln sie weiter und radikalisieren sie in einer gleichsam alchimistischen Operation.

Ergänzend dazu arbeiten Augustin Gimel und Régis Cotentin weder analytisch noch intensiv, sondern beschäftigen sich mit synthetischen und extensiven Formen der visual study, deren Gegenstand nicht mehr ein einzelner Film, sondern eine Dimension des Bildes ist. Il n’y a rien de plus inutile qu’un organe konstruiert eine Kosmographie imaginärer Körperwelten, während Aveugle seine verallgemeinerte Sampling-Ästhetik dazu verwendet, die Bilder nach ihren bedrohlichsten Manifestationen zu befragen, zuallererst denen der Propaganda.

Alles Gute zum Geburtstag, liebes Sixpack, es ist dir zu verdanken, dass sich die Welt (und nicht nur die der Bilder) lebendiger, freundlicher, lebenswerter anfühlt!

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Kartenreservierung

 

 

Peter Tscherkassky
L’Arrivée
A 1998, 35mm CinemaScope, s/w, 2 min
-

Siegfried A. Fruhauf
La Sortie
A 1998, 16mm,
s/w, 6 min
-

Augustin Gimel
Il n’y a rien de plus inutile qu’un organe
A 1999, 35mm, Farbe,
9 min
-

David Matarasso
Dellamorte Dellamorte Dellamore
F 2000, 16 mm,
Farbe, 2 min
-

 

 

Siegfried A. Fruhauf
Blow-up
A 2000, 35mm, s/w, 1 min
-

Régis Cotentin
Aveugle
F 2001, Beta SP,
Farbe, 9 min
-

Othello Vilgard
High
F 2001, Beta SP,
Farbe, 6 min
-

Xavier Baert
Chunguang Zhaxie
(Révélation — Version Tscherkassky)
F 2001, 16mm,
Farbe, 7 min
-

Hervé Pichard
Portrait # 1
F 2001, Beta SP,
Farbe, 3 min
-

 

 

Siegfried A. Fruhauf
Exposed
A 2001, 16mm, s/w, 9 min
-

Kollektiv unter der Leitung von Othello Vilgard
Lighting
F 2002, 16mm, s/w, 6 min
-

Johanna Vaude
Samouraï
2002, VHS, Farbe &
s/w, 7 min
-

Hélène Deschamps & Hugo Verlinde
Manifeste
F 2002, 16mm, Farbe & s/w, 10 min
-


 

Programme

Sa 23. |
1
2
So 24. | Mo 25. |
3
4
Di 26. |
5
6
Mi 27. |
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8
Do 28. |
9
10
Fr 29.
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Freitag, 29. November 2002

 


     

prg 11

18:30

Tabu


zusammengestellt von Gerald Weber >>

 

 

 

Abb.
Mann & Frau & Animal

 

 


Film entlang der Grenzen gesellschaftlicher Tabus, hier überwiegend im Feld der Sexualität. Zu Beginn Maike Höhnes kurzer Spielfilm über körperliches Begehren und zugleich der Versuch eines „expliziten" weiblichen Blicks auf den sexuellen Akt. Bereits 30 Jahre davor konfrontierte Valie Export ihr Publikum mit einer feministischen Dekonstruktion des (männlichen) pornographischen Blicks, indem sie sich selbst radikal in ihrem Film ins Bild stellt. Die Inszenierung des Körpers als Material künstlerischer Äußerung gilt auch als wesentlicher Bestandteil in den Attacken des Wiener Aktionismus auf ein versteinertes Kunst- und Moralverständnis, eine Inszenierung, die Kurt Kren wiederum auf seine filmische Materialität zerlegt, wieder neu zusammenfügt und damit die Grenzen klassischer Dokumentationen aufhebt. Der Einzelkader als körperliche Attacke auf das Publikum ist das Motiv bei Paul Sharits, wohingegen sich physischer Ekel und Abscheu bei Dietmar Brehm durch die Vermischung von Operationsfilmen und SM-Pornos in rätselhaften Räumen entwickeln. Sein aufgeladenes hermetisches Universum steigert sich bei Luther Price zur vielschichtigen, hypnotischen Collage einer Zivilisation vor dem Abgrund. Und als Ausstieg: Mara Mattuschkas ironisches Kaiserzitat: „Danke, es hat mich sehr gefreut".

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Kartenreservierung

 

Maike Höhne
Von der Hingabe
D 2002, 35mm,
Farbe, 12 min
-

Valie Export
Mann & Frau & Animal
A 1970-73, 16mm, Farbe, 10 min
-

Kurt Kren
6/64 Mama und Papa (Materialaktion Otto Mühl)
A 1964, 16mm, Farbe, stumm, 4 min
-

 

 

 

Paul Sharits
T,O,U,C,H,I,N,G
USA 1968, 16mm, Farbe, 12 min
-

Dietmar Brehm
Blicklust
A 1992, 16mm, s/w, 18 min
-

Luther Price
Sodom
USA 1989, Super-8, Farbe, 18 B/s, 17 min
-

Mara Mattuschka
Es hat mich sehr gefreut
A 1987, 16mm, s/w, 2 min
-

 

 

 

 

Programme

Sa 23. |
1
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So 24. | Mo 25. |
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Di 26. |
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Freitag, 29. November 2002

 


     

prg 12

20:30

Distilled With Love / Moving Image On the Rocks, Please


zusammengestellt von Tiina Erkintalo und Mika Taanila >>

 

 

 

Abb.
Passage à l'acte

 


Dieses Programm ist eine verdichtete Auswahl vom Avanto Festival 2001/02. Es zeigt einen eklektischen Mix von sound-lastigen Werken aus den letzten vier Jahrzehnten. Eines der gemeinsamen Themen dieser Arbeiten könnte als der reine ästhetische und physische Genuss beschrieben werden, den man am Material selbst haben kann, wenn man die Lücken, Irregularitäten und Störungen von digitalen und filmischen Bildern benutzt oder absichtlich „Fehler" einsetzt. Die dreizehn präsentierten Filmemacherinnen und Filmemacher wenden verschiedene Strategien audiovisueller Interventionen an. Diese Strategien zeichnen sich alle durch die Kühnheit ihrer Herangehensweise aus — sei es durch das Recycling und die Reorganisation von bereits existierendem Material, mit dem nach neuen Bedeutungen in der Geschichte oder in den unsichtbaren Zwischenräumen der Bilder gesucht wird, oder durch die Herstellung ganz neuer digitaler Audiovisionen ohne jeden Bezug zur uns bekannten Realität.

 

 

 

 

 

Abb.
Passage à l'acte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



Kartenreservierung

 

 

Peter Kubelka
Arnulf Rainer
A 1960, 35mm, s/w, 6 min 30 sek
-

Eino Ruutsalo
Kaksi kanaa (Two Chicken)
FIN 1963, 16mm, s/w, 4 min
-

Beverly & Tony Conrad
Straight and Narrow
USA 1970, 16mm, s/w, 10 min
-

Liz Rhodes
Dresden Dynamo
UK 1974, 16mm, Farbe, 5 min
-

 

 

 

 

Bruce Conner
Mongoloid
USA 1978, 16mm, s/w, 4 min
-

Christian Marclay
Record Players
USA 1984, Beta SP, Farbe, 4 min
-


Martin Arnold
passage à l’acte
A 1993, 16mm, b/w, 12 min
-

Bas Van Koolwijk
TST.04
NL 2000, Beta SP, Farbe, 5 min
-

 

 

Myriam Bessette
Azur
CAN 2001, Beta SP, Farbe, 3 min
-

Semiconductor
Linear
UK 2001, mini-DV, Farbe, 6 min
-

Ian Helliwell
Orbiting The Atom
UK 2002, Beta SP, Farbe, 5 min
-

Liisa Lounila
Flirt
FIN 2002, Beta SP, Farbe, 4 min
-

Gustav Deutsch
Film ist Magie (Teil 8)
A 2002, 35mm, Farbe & s/w, 15 min
-

 


 

 

Programme

Sa 23. |
1
2
So 24. | Mo 25. |
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Di 26. |
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Mi 27. |
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Credits
   

 

 



Barbara Pichler >> prg 1
Filmwissenschaftlerin, Gründungsmitglied von Projektor — Diskussionsforum Film und Neue Medien, Konzeption und Organisation diverser Projekte, seit Mai 1999 auch Sixpack Film.
-
Dietmar Schwärzler
>> prg 1
Film- und Medienvermittler, Gründungsmitglied von Projektor — Diskussionsforum Film und Neue Medien, Konzeption und Organisation diverser Projekte. Seit 1999 bei Sixpack Film.
-
Wilbirg Brainin-Donnenberg >> prg 3
Studium der Psychologie und Soziologie in Wien, Paris, Salzburg. Buchpublikation „Mutter im Widerspruch", 1993. Seit 1993 bei Sixpack Film. Konzeption und Organisation diverser Projekte (u.a. „Frauen und Wahnsinn im Film" 1998).
-
Karola Gramann >> prg 4
Arbeitet seit 1975 für das Kino. Von 1985-89 leitete sie das Int. Kurzfilmfestival Oberhausen. Sie ist seit 1993 Mitarbeiterin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der J. W. Goethe-Universität Frankfurt/Main und freie Filmkuratorin.
-
Gertjan Zuilhof >> prg 5
Geb. 1955 in Alkmaar, Niederlande, wurde als Kunsthistoriker ausgebildet; er arbeitete als Filmkritiker und ist seit den frühen Tagen von Sixpack Film Kurator für das Internationale Film Festival Rotterdam.
-
Alexander Horwath >> prg 6
Geb. 1964 in Wien. Filmkritiker. Autor und Kurator von Filmreihen und Ausstellungen im In- und Ausland. 1992-97 Direktor der Viennale. Seit 2002 Direktor des Österreichischen Filmmuseums. Buchpublikationen u.a. über Michael Haneke, Avantgardefilm, Hollywood in den 1960er und 70er Jahren.
-
Ralph McKay >> prg 7
Gründer und Kurator der Filmabteilung am Museum of Fine Arts in Houston (1976-89). Ab 1989 Anthology Film Archives New York. Seit 1992 Sixpack Film North America. Konsulent für verschiedene kulturelle Institutionen, wie z.B. das Int. Film Festival Rotterdam oder Pro Helvetia.
-
Brent Klinkum >> prg 8
Nach Studien der Geologie in Neuseeland und der Filmtheorie in London Co-Direktor von Video Art Plastique sowie Co-Leiter des Centre d’Art Contemporain de Basse-Normandie (1994-2001). 1994 Gründung des Vereins Transat Video, der bislang mehr als 1000 Film-/Videoprogramme und andere kulturelle Veranstaltungen organisierte.
-
Brigitta Burger-Utzer >> prg 9
Geb. 1960 in Wien; Studien Theaterwissenschaft und Fotografie (Graphische); Universitätslehrgang für Kulturelles Management (Linz); 1990 Gründungsmitglied von Sixpack Film; seit 1992 Geschäftsführerin von Sixpack Film.
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Nicole Brenez >> prg10
Dozentin der Filmwissen-schaft an der Universität Paris I, seit 1996 Programmleiterin für Avantgarde an der Cinémathèque française. Veröffentlichungen u. a.: Shadows de John Cassavetes, 1995 und De la Figure en général et du Corps en particulier. L'invention figurative au cinéma, 1998.
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Gerald Weber >> prg 11
Geb. 1965, Mitarbeiter bei Sixpack Film seit 1996, außerdem diverse filmwissenschaftliche und -publizistische Tätigkeiten.
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Tiina Erkintalo
>> prg 12
Direktorin des Avanto Helsinki Media Art Festival und freie Kuratorin.
-
Mika Taanila
>> prg 12
Filmemacher und Kurator beim Avanto Helsinki Media Art Festival.
-

 


 

 

 

 


Film spricht viele Sprachen
12 Jahre SixpackFilm
Eine gemeinsame Veranstaltung von Sixpack Film und dem Österreichischen Filmmuseum in Zusammenarbeit mit Wien Modern


Nähere Informationen erhalten Sie bei
Sixpack Film
, Tel. 526 09 90
1070 Wien, Neubaugasse 45

Kartenreservierungen:
Östereichisches Filmmuseum Tel. 533 70 56 und
www.filmmuseum.at

   
 

 

 

Konzeption: Sixpack Film
Kopienbeschaffung: Gerald Weber (Sixpack Film), Regina Schlagnitweit (Österreichisches Filmmuseum)
Redaktion: Wilbirg Brainin-Donnenberg, Dietmar Schwärzler, Brigitta Burger-Utzer
Übersetzungen: Thomas Korschil, Wolfram Bayer
Grafische Gestaltung: ulbl+jakely
Filmarchive und Verleihe:
Atelier Etna (Paris), AV-arkki (Helsinki), Berliner Filmarchiv, Canyon Cinema (San Francisco), Cinédoc (Paris), Cinemateca de Cuba (Havanna), Galerie Martin Janda / Raum aktueller Kunst (Wien), Harun-Farocki-Filmproduktion (Berlin), International Film Festival Rotterdam, KurzFilmAgentur Hamburg, Light Cone (Paris), Lux (London), Montevideo (Amsterdam), Nederlands Filmmuseum (Amsterdam), Norwegian Film Institute (Oslo), Österreichisches Filmmuseum (Wien), Perte de Signal (Montréal), Sixpack Film (Wien), Studio Nieuwe Gronden (Amsterdam), Suomen Elokuvakontakti (Helsinki), Video Data Bank (Chicago), Vtape (Toronto)
Danksagungen:
Axel Behrens, Christophe Bichon, Gustav Deutsch (für den Titel), Antje Ehmann, Stefan Fischinger, Rike Frank, Heikki Keskinen, James Mckay, Mark Mc Elhatten, Regina Schlagnitweit
und allen Filmemacherinnen und Filmemachern

Mit Unterstützung von:
Bundeskanzleramt – Sektion Kunst, Kulturamt der Stadt Wien