26. & 27. MÄRZ
2008
IN PERSON
BRUCE MCCLURE

 

Mittwoch, 26. und Donnerstag 27. März 2008,
jeweils um 19.00 Uhr im Filmmuseum
Eine gemeinsame Veranstaltung von filmmuseum und sixpackfilm

Österreichisches Filmmuseum, Augustinerstraße 1, 1010 Wien
Karten: 01 - 533 70 54, www.filmmuseum.at



 

Performance  1 2


 

Als praktizierender Architekt lebt und arbeitet Bruce McClure seit 1985 in New York, Brooklyn. Er begann 1994 mit der öffentlichen Vorführung seiner Projector
Performances und ist damit seit einigen Jahren gefeierter Gast auf Festivals, in Kinematheken und Museen. McClure „spielt“ seine Projektoren, so als wären sie Instrumente aus Licht und Ton. Bis zu vier 16mm-Maschinen kreieren ein illusionistisches Bild von Bewegung und eine dreidimensionale Dichte abstrakter Formen. Jede Performance ist einmalig und von den Bedingungen im Raum abhängig. Er selbst meint: „The movie projector analogously reciprocates sight and audition and I have liberated it from a role of passive fidelity to an instrument of sensory happenstance at 24 frames per second. This construct usurps film’s hegemony, turning our attention to mechanisms of transport by light and sound.“ Die Überlagerung der projizierten Streifen lässt Raumereignisse entstehen, die an die skulpturalen Lichtspiele des britischen Künstlers Anthony McCall erinnern. Der technische Aufwand für diese Performances – die Suche nach Perfektion – kontrastiert in faszinierender Weise mit der Rauheit der Formen und der Musik. Letztere gewinnt Bruce McClure aus selbstgebauten Sound-Boards, bei denen der optische Ton der Filmperforation über verschiedene Gitarren-Effektgeräte läuft. Die verwendeten Filmloops sind ohne Kamera hergestellt, manchmal jedoch werden die blanken Streifen mit Tinte oder Farbe bemalt. Aus treibenden Beats und minimaler visueller Information entstehen hypnotische, synästhetische Kinoerlebnisse. Im Rahmen dieser beiden Vorstellungen ist Bruce McClure zum ersten Mal in Österreich zu bewundern.

( Brigitta Burger-Utzer )


 

Mittwoch, 26. März 2008, 19 Uhr

 

Bruce McClure: Projector Performances 1

 

Black & Blue – Yellowed (2001, Farbe, 7 min)
Circle Jerks (2001, Farbe, 14 min)
Presepe (2003, sw, stumm, 14 min)
Chiodo (2003, sw, 14 min)

Die Programme wurden gemeinsam mit Bruce McClure speziell für das Österreichische Filmmuseum komponiert.
Den ersten Abend überschreibt er mit dem Titel „Scotopic Turbulence“, was man in etwa mit Unruhe während des Sehens bei Nacht übersetzen könnte. Es wird also sicher keine beschauliche Darbietung: Hard Rock trifft auf tanzende Schattenformen. (bbu)


 

Donnerstag, 27. März 2008, 19 Uhr

 

Bruce McClure: Projector Performances 2

 

Dismantle and Dislocate (2008, sw, 15 min)
Nethergate (2005, sw, 30 min)
Unnamed Complement (2007, sw, 15 min)

Der Ingenieur des dunklen Kinoraums, als den man Bruce McClure bezeichnen könnte, hat seine Projektoren mit Transformatoren ausgestattet. Die technisch, maschinellen Grundlagen sind kompliziert. Das Ergebnis ist speziell bei seinen neuesten Performances ein schwer beschreibbares Erlebnis: Flickertrommelfeuer. Gitarrenriffs ohne
Musiker. Wo hinschauen: auf den Performer oder die Leinwand? (bbu)

 

Nach jedem Programm Publikumsgespräch
mit Bruce McClure