In Person
Guy Maddin

 

12. - 26. April 2003
im Österreichischen Filmmuseum

 

 

 

 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

Kartenreservierung

 



 

Guy Maddin, nach dem B-Movie-Star Guy Madison benannt, wurde 1956 in Winnipeg, Kanada, geboren. Dieser entlegene und im Winter bei vierzig Minusgraden ausgestorbene Ort, wo er noch heute lebt und arbeitet, findet sich oft in den Schauplätzen seiner Filme wieder. Den meist abgeschotteten und überzeichneten Orten der Maddin’schen Kinophantasie, in denen Seuchen, Amnesien, Krieg, Eifersucht und Liebestollheit die Menschen heimsuchen, gibt er Namen wie Gimli, Mandragora, Bad Tölz oder Archangelsk. Als Autodidakt dreht er 1985 seinen ersten Kurzfilm The Dead Father, ein schwermütiges Märchen um einen jungen Mann, der von seinem Vater auch nach dessen Tod in Erscheinungen gequält wird. Er produziert ihn mit der damals sehr aktiven Winnipeg Film Group, als Resultat gemeinsamer exzessiver Filmsichtungen und -analysen. Seine zweite Arbeit Tales from the Gimli Hospital entwickelt sich zum Kultfilm und lief mehrere Monate als Mitternachtsvorstellung in New York.

In seiner Phantastik wird Guy Maddin mit dem jungen David Lynch verglichen und seine schräge und handgemachte Ästhetik erinnert an Ed Wood. Bis heute realisierte er fünf Langfilme, die alle im Rahmen dieser Retrospektive präsentiert werden, und 17 Kurzfilme: Verklärte Artefakte, die enthusiastisch aus dem Fundus der Filmgeschichte schöpfen. Der späte Stummfilm mit seiner ausdrucksstarken Mimik und Gestik, den Schattenspielen und wenigen Zwischentiteln ist seine bevorzugte Periode, aber auch der frühe Tonfilm, der film noir und die surrealen und poetischen Werke von Luis Buñuel. „Ich habe den Eindruck, dass der Stummfilm als künstlerische Form noch im Wachsen begriffen war, als ökonomische Gründe (die Nachfrage nach Tonfilmen) ihm ein vorzeitiges Ende bereiteten. Der Stummfilm hätte sich noch weiter entwickeln können, und ich fand es interessant, an genau diesem Punkt anzusetzen." (Guy Maddin)

„Oberflächlich betrachtet begegnen uns Bilder aus einer Zeit, als diese ihre Unschuld noch nicht verloren hatten. Jedoch ihre Logik widerspricht dem ersten Eindruck: denn was sie zu erzählen haben, sind in Parodie getränkte, brüchige, dramatisch überspitzte, traumhafte, bösartig komische und vollkommen verrückte Geschichten. Es sind sperrige Fabeln, doch in der Art eines Kinderliedes eingängig erzählt. Als wollte Maddin mit seiner kindlichen Fabulierlust bittere Einsichten versüßen, wenn große Gefühle spielerisch auf Freud’sche Psychologie prallen (Inzest ist nur eines der wiederkehrenden Themen), wenn eine dem Blick schmeichelnde üppige Sinnlichkeit und Detailbesessenheit in der Ausstattung den Zuseher verführen. Der meist nachsynchronisierte Ton gesellt sich dazu, als käme er wie ein entferntes Echo den Bildern zu Hilfe, deren entrückte und flüchtige Schönheit zu untermalen. Kurz und mit den Worten der Cahiers du Cinéma gesagt: ‚Man kann sich keine schönere Antithese zum aktuellen Kino vorstellen.’" (Xenix, Zürich)

 

(Brigitta Burger-Utzer)

 

 



 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

 

Samstag, 12. April 2003 21.00 Uhr

 

 

Tales from the Gimli Hospital

 

CAN 1988, 35mm, s/w, 72 Min.


In einem weit entfernten Gimli, vor langer, langer Zeit treffen zwei Männer in einer Krankenstation aufeinander und beginnen eine Freundschaft, indem sie sich immer fieberhaftere Geschichten erzählen, werden aber zu Feinden, als sie eine gemeinsame Geliebte in ihrer Vergangenheit entdecken. Gedreht wurde über einen längeren Zeitraum mit Freunden im Schönheitssalon seiner Mutter.

 


 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

Sonntag, 13. April 2003 21.00 Uhr

 

 

Dracula — Pages from a Virgin’s Diary

 

CAN 2002, 35mm, F, 75 Min.


Für seine erste abendfüllende Arbeit nach sechs Jahren hat sich Guy Maddin der klassischen Gruselgeschichte gewidmet, indem er die Version des Royal Winnipeg Ballet von Bram Stoker’s „Dracula" adaptierte. Durch Maddins besondere Bearbeitung wird dieses unheimliche Drama zu einem hochstilisierten, stummen, schwarz-weißen Tanzmelodram. Die Fotografie ist hypnotisch und gemeinsam mit der expressiven Choreografie steigert sich der Wahn, der die Charaktere heimsucht. Seine Kamera bewegt sich wie ein Voyeur, beobachtet verstohlen die Handlung, liebevoll, bis die Gefahr plötzlich auftaucht! Alle bekannten ironischen Figuren treten auf — der Vampir (als furchterregender Fremder), Lucy (die Jungfrau), Van Helsing, Harker, Mina und Renfield (der Ungeziefer frisst). Exzessiv, obsessiv und total fesselnd. (Gavin Smith)

 


 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

 

Montag, 14. April 2003 21.00 Uhr

 

 

Careful

 

CAN 1992, 35mm, F, 100 Min.


Careful, sein wahrscheinlich bester, jedenfalls sein prächtigster, enigmatischster Langfilm, ist laut Regisseur eine „entzückende Pro-Inzest-Träumerei" (und damit seine entsprechend stummfilmtrunkene Antwort auf die marktschreierischen Tendenzen der eskalierenden Talk-Show-Geständnis-Ära), gekreuzt mit Reverenzen an den deutschen Bergfilm. Im unseligen Tiroler Bergort Tölzbad kommt es in leuchtenden Two-Strip-Technicolor-Farben zu unerhörten Verwirrungen der Gefühle, denen kein freier Lauf gelassen werden darf: Das geringste Geräusch könnte eine tödliche Lawine auslösen. Eine brillante, hochkomische Satire über kanadische Zurückhaltung und Furchtsamkeit, eine somnambule, düstere Tragödie über die entsetzlichen Folgen der Repression, ein Meisterwerk. (Christoph Huber)

 

 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

Dienstag, 15. April 2003 21.00 Uhr

 

Kurzfilme von Guy Maddin 1985-2001


 

The Dead Father

CAN 1985, 16mm, s/w, 26 Min.

Nach dem Tod seines Vaters sind einem jungen Mann die plötzlichen Erscheinungen des Verblichenen unerklärlich. Ist er real? Was will er ihm in seiner Stummheit mitteilen? Guy Maddin’s erster Film ist eine Einführung in sein dunkles, gespenstisches Universum.


 

Odilon Redon or The Eye Like a Strange Balloon Mounts Towards Infinity

CAN 1995, 16mm, s/w, 5 Min.

Diese Tour de Force der Konkurrenz zwischen Vater und Sohn um die Liebe einer Frau spielt auf einem Zug, der durch eine surreale Landschaft fährt. Ein faszinierendes visuelles Poem, das von den symbolistischen Arbeiten des belgischen Malers Odilon Redon inspiriert ist.


 

Hospital Fragment

CAN 1999, 16mm, s/w, 3 Min.

Ausgehend von der Bilderwelt der Tales from the Gimli Hospital, mit den selben Schauspielern, aber fast elf Jahre später gedreht, könnte Hospital Fragment als Epilog oder dreiminütiges Remake des Originals bezeichnet werden.


 

The Heart of the World

CAN 2000, 35mm, F, 7 Min.

Explodiert auf der Leinwand wie ein nitratgetränkter Feuerwerkskörper! (Kristin M. Jones)
Es tut mit leid! Ich habe die Form des Vorfilms missbraucht, habe sie zu einer Seifenschachtel für meine unermüdliche Kampagne zur Erlösung des Melodramas umgekehrt. Ohne dass man etwas vermuten könnte, habe ich mikroskopisch winzige Handlungselemente zwischen die Bilder meines scheinbaren Films gezwängt. Somit ist auf diese verschlungene Weise ein ganzer Spielfilm verborgen und das in nur sieben Minuten — der Welt erstes unterschwelliges Melodrama! Bitte schauen Sie genau! (Guy Maddin)


 

It’s a Wonderful Life

CAN 2001, Video, s/w, 3 Min.

Musikvideo für die amerikanische Rockband Sparklehorse.


 

Guy Maddin: Waiting for Twilight

Noam Gonick, CAN 1997, Beta SP, F & s/w, 60 Min.

 

Noam Gonick beobachtet in diesem Dokumentarfilm die Vorbereitungen und Dreharbeiten zu Twilight of the Ice Nymphs, die in der riesigen Lagerhalle einer stillgelegten Stahlgießerei in Winnipeg, Kanada, stattfinden. Zwischen bizarren Requisiten, von einer Straußenherde umgeben oder mit der Grippe ans Bett gefesselt, erzählt Maddin von seiner Kindheit, die er vor dem Radio sitzend, im Friseursalon der Mutter verbracht hat, von seinen künstlerischen Vorbildern und seinen Schwerigkeiten und Visionen seine filmische Arbeit betreffend. Fact and Fiction sind verwischt, Maddin erweist sich auch als phantasievoller Selbstdarsteller.


 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

Mittwoch, 16. April 2003 20.15 Uhr

 
 

Archangel

 

CAN 1990, DVD, s/w, 83 Min.


Ein zwischen Herzblut-Kitsch und surreal-parodistischen Einlagen havarierendes, wunderschönes Melodram, angesiedelt in einer kleinen russischen Stadt, wo niemand das Ende des 1. Weltkriegs mitbekommen hat. Ein kanadischer Soldat hält eine einheimische Krankenschwester für seine tote Geliebte; ihr Ehemann, ein belgischer Luftwaffenpilot, kann sich nicht an die Hochzeit erinnern — in Verbindung mit anderen, labyrinthischen Komplikationen entsteht ein Zustand kollektiver Amnesie, der als Sinnbild für die schrecklichen Verwundungen durch die Kriege der Herzen wie der Nationen fungiert. Ein ähnliches Delirium produziert auch Maddins fetischistische Anhäufung aus eigenartig verbogenen Stilmitteln aus der Wendezeit vom Stumm- zum Tonfilm. Seine Kunst ist die Verwandlung von Filmerinnerungen in ein schrecklich-schönes, ungreifbares Anderes. (Christoph Huber)

 

 

 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

Mittwoch, 16. April 2003 21.45 Uhr

 
 

Twilight of the Ice Nymphs

 

CAN 1997, 35mm, F, 92 Min.


Die Inspiration für diese surrealistisch-erotische Fantasmagorie holte sich Guy Maddin von den Gemälden der französischen Symbolisten des 19. Jahrhunderts. Als wäre ein Farbtopf auf der Leinwand explodiert, glüht gold und rot ein ewiger Sonnenuntergang, schillert verführerisch die üppige Idylle von Mandragora: das Land, in dem die Sonne nie untergeht. An Bord eines Schiffes kehrt der ehemalige politische Gefangene Peter Glahn in seine Heimat zurück. Seine Reisebekanntschaft Julia löst in ihm ein Gefühl der Verliebtheit aus. An Land gegangen, stellt er fest, dass alle Bewohner Mandragoras in einer Art Liebestaumel schwelgen. So dreht sich das Liebeskarussel weiter in schwelgendem Rhythmus, bis das Schicksal zuschlägt.

 

 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

 

Samstag, 19. April 2003 18.00 Uhr

 

 

Tales from the Gimli Hospital

 

CAN 1988, 35mm, s/w, 72 Min.


In einem weit entfernten Gimli, vor langer, langer Zeit treffen zwei Männer in einer Krankenstation aufeinander und beginnen eine Freundschaft, indem sie sich immer fieberhaftere Geschichten erzählen, werden aber zu Feinden, als sie eine gemeinsame Geliebte in ihrer Vergangenheit entdecken. Gedreht wurde über einen längeren Zeitraum mit Freunden im Schönheitssalon seiner Mutter.


 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

Samstag, 19. April 2003 19.30 Uhr

 

 

Dracula — Pages from a Virgin’s Diary

 

CAN 2002, 35mm, F, 75 Min.


Für seine erste abendfüllende Arbeit nach sechs Jahren hat sich Guy Maddin der klassischen Gruselgeschichte gewidmet, indem er die Version des Royal Winnipeg Ballet von Bram Stoker’s „Dracula" adaptierte. Durch Maddins besondere Bearbeitung wird dieses unheimliche Drama zu einem hochstilisierten, stummen, schwarz-weißen Tanzmelodram. Die Fotografie ist hypnotisch und gemeinsam mit der expressiven Choreografie steigert sich der Wahn, der die Charaktere heimsucht. Seine Kamera bewegt sich wie ein Voyeur, beobachtet verstohlen die Handlung, liebevoll, bis die Gefahr plötzlich auftaucht! Alle bekannten ironischen Figuren treten auf — der Vampir (als furchterregender Fremder), Lucy (die Jungfrau), Van Helsing, Harker, Mina und Renfield (der Ungeziefer frisst). Exzessiv, obsessiv und total fesselnd. (Gavin Smith)

 

 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

 

Sonntag, 20. April 2003 19.00 Uhr

 

 

Careful

 

CAN 1992, 35mm, F, 100 Min.


Careful, sein wahrscheinlich bester, jedenfalls sein prächtigster, enigmatischster Langfilm, ist laut Regisseur eine „entzückende Pro-Inzest-Träumerei" (und damit seine entsprechend stummfilmtrunkene Antwort auf die marktschreierischen Tendenzen der eskalierenden Talk-Show-Geständnis-Ära), gekreuzt mit Reverenzen an den deutschen Bergfilm. Im unseligen Tiroler Bergort Tölzbad kommt es in leuchtenden Two-Strip-Technicolor-Farben zu unerhörten Verwirrungen der Gefühle, denen kein freier Lauf gelassen werden darf: Das geringste Geräusch könnte eine tödliche Lawine auslösen. Eine brillante, hochkomische Satire über kanadische Zurückhaltung und Furchtsamkeit, eine somnambule, düstere Tragödie über die entsetzlichen Folgen der Repression, ein Meisterwerk. (Christoph Huber)

 

 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

Samstag, 26. April 2003 18.00 Uhr

 
 

Archangel

 

CAN 1990, DVD, s/w, 83 Min.


Ein zwischen Herzblut-Kitsch und surreal-parodistischen Einlagen havarierendes, wunderschönes Melodram, angesiedelt in einer kleinen russischen Stadt, wo niemand das Ende des 1. Weltkriegs mitbekommen hat. Ein kanadischer Soldat hält eine einheimische Krankenschwester für seine tote Geliebte; ihr Ehemann, ein belgischer Luftwaffenpilot, kann sich nicht an die Hochzeit erinnern — in Verbindung mit anderen, labyrinthischen Komplikationen entsteht ein Zustand kollektiver Amnesie, der als Sinnbild für die schrecklichen Verwundungen durch die Kriege der Herzen wie der Nationen fungiert. Ein ähnliches Delirium produziert auch Maddins fetischistische Anhäufung aus eigenartig verbogenen Stilmitteln aus der Wendezeit vom Stumm- zum Tonfilm. Seine Kunst ist die Verwandlung von Filmerinnerungen in ein schrecklich-schönes, ungreifbares Anderes. (Christoph Huber)

 

 

 

 

Programme  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11

 

 

Samstag, 26. April 2003 21.15 Uhr

 

Kurzfilme von Guy Maddin 1985-2001


 

The Dead Father

CAN 1985, 16mm, s/w, 26 Min.

Nach dem Tod seines Vaters sind einem jungen Mann die plötzlichen Erscheinungen des Verblichenen unerklärlich. Ist er real? Was will er ihm in seiner Stummheit mitteilen? Guy Maddin’s erster Film ist eine Einführung in sein dunkles, gespenstisches Universum.


 

Odilon Redon or The Eye Like a Strange Balloon Mounts Towards Infinity

CAN 1995, 16mm, s/w, 5 Min.

Diese Tour de Force der Konkurrenz zwischen Vater und Sohn um die Liebe einer Frau spielt auf einem Zug, der durch eine surreale Landschaft fährt. Ein faszinierendes visuelles Poem, das von den symbolistischen Arbeiten des belgischen Malers Odilon Redon inspiriert ist.


 

Hospital Fragment

CAN 1999, 16mm, s/w, 3 Min.

Ausgehend von der Bilderwelt der Tales from the Gimli Hospital, mit den selben Schauspielern, aber fast elf Jahre später gedreht, könnte Hospital Fragment als Epilog oder dreiminütiges Remake des Originals bezeichnet werden.


 

The Heart of the World

CAN 2000, 35mm, F, 7 Min.

Explodiert auf der Leinwand wie ein nitratgetränkter Feuerwerkskörper! (Kristin M. Jones)
Es tut mit leid! Ich habe die Form des Vorfilms missbraucht, habe sie zu einer Seifenschachtel für meine unermüdliche Kampagne zur Erlösung des Melodramas umgekehrt. Ohne dass man etwas vermuten könnte, habe ich mikroskopisch winzige Handlungselemente zwischen die Bilder meines scheinbaren Films gezwängt. Somit ist auf diese verschlungene Weise ein ganzer Spielfilm verborgen und das in nur sieben Minuten — der Welt erstes unterschwelliges Melodrama! Bitte schauen Sie genau! (Guy Maddin)


 

It’s a Wonderful Life

CAN 2001, Video, s/w, 3 Min.

Musikvideo für die amerikanische Rockband Sparklehorse.


 

Guy Maddin: Waiting for Twilight

Noam Gonick, CAN 1997, Beta SP, F & s/w, 60 Min.

 

Noam Gonick beobachtet in diesem Dokumentarfilm die Vorbereitungen und Dreharbeiten zu Twilight of the Ice Nymphs, die in der riesigen Lagerhalle einer stillgelegten Stahlgießerei in Winnipeg, Kanada, stattfinden. Zwischen bizarren Requisiten, von einer Straußenherde umgeben oder mit der Grippe ans Bett gefesselt, erzählt Maddin von seiner Kindheit, die er vor dem Radio sitzend, im Friseursalon der Mutter verbracht hat, von seinen künstlerischen Vorbildern und seinen Schwerigkeiten und Visionen seine filmische Arbeit betreffend. Fact and Fiction sind verwischt, Maddin erweist sich auch als phantasievoller Selbstdarsteller.


 

 

 

Kartenreservierungen:
Östereichisches Filmmuseum Tel. 533 70 56 und
www.filmmuseum.at

 

 

 

 

 

Nähere Informationen erhalten Sie bei
Sixpack Film
, Tel. 526 09 90
1070 Wien, Neubaugasse 45