Things. Places. Years.

 

Klub Zwei (Simone Bader & Jo Schmeiser)

 

 

 

A/GB 2004, Beta SP, Farbe, 70 Min. (engl. OF mit dt. UT)

mit: Geraldine Auerbach, Josephine Bruegel, Erica Davies, Lisbeth Perks,
Katherine Klinger, Elly Miller, Rosemarie Nief, Anni Reich,
Ruth Rosenfelder, Ruth Sands, Nitza Spiro, Tamar Wang
Kamera (Interviews): Anita Makris, Daniel Pöhacker
Kamera (Orte): Rainer Egger, Daniel Pöhacker
Konzept Orte: Rainer Egger
Schnitt: Maria Arlamovsky, Klub Zwei
Ton: Daniel Pöhacker
Tonschnitt: Dieter Pichler
Musik: Zenzile & Jamika Ajalon
Übersetzung Untertitel: Erika Doucette
Produktion: Amour Fou Filmproduktion Gmbh:
Alexander Dumreicher-Ivanceanu, Gabriele Kranzelbinder
Produktionsbüro: Zepp Berensmeier, Nicole Scherg, Lucia Schrenk
Finanzielle Unterstützung: BKA Kunstsektion, Otto Mauer Fonds, Wien Kultur
Verleih: sixpackfilm

 

   

 

21. 1. – 27. 1. 2005 jeweils 19.00 Uhr
29. 1. – 4. 2. 2005
jeweils 21.00 Uhr
Top-Kino

Rahlgasse 1, 1060 Wien
Kartenreservierungen: 208 30 00

www.topkino.at


 

   

 


Erfahrungen von Vertreibung, Emigration und Holocaust werden oft in der Vergangenheit verortet. Der Dokumentarfilm Things. Places. Years. bringt diese Vergangenheit in die Gegenwart und zeigt, wie sie das Leben von zwölf in London beheimateten Frauen durch drei Generationen prägt. Things. Places. Years. konstruiert keine homogene, weibliche Identität. Der Film gibt den Frauen Raum, um über ihre Identität zu sprechen, die komplexer ist als die Feststellung, dass manche von ihnen Jüdinnen sind. Eine Feststellung, die im Nationalsozialismus zu Vertreibung und Ermordung führte. Eine Feststellung, die Menschen mit jüdischem Hintergrund zu Juden und Jüdinnen macht. Wie sie sich selbst sehen, hat sie bis zu diesem Film kaum jemand gefragt.

Rosa Reitsamer

 

Frauen sind als Subjekte der Geschichte und der Erinnerung noch immer unterrepräsentiert. Things. Places. Years. will jedoch anderes als nur ein Defizit ausgleichen und eine Ergänzung bestehender Narrative leisten. Die Bedeutung von Geschlecht konkretisiert sich für die Protagonistinnen zunächst darin, dass die Mühsal ihrer beruflichen Wege auch von der Tatsache bestimmt war, dass sie für die affektive und reproduktive Arbeit in den Familien zuständig waren. Wie viele andere Frauen auch steck(t)en sie in dem Dilemma, Familie und Beruf miteinander zu verbinden. Dennoch zeigt sich, dass Kinder und Familie für jüdische Frauen andere Bedeutungen haben und mit anderen Verantwortungen einhergehen als dies für Nachfahren der TäterInnen der Fall ist.

Antke Engel

 

Things. Places. Years. überzeugt durch seine präzise Fotografie und lange, ungeschnittene Kamerafahrten durch Suburbia, die sich zwischen die Interviews schieben, die Erzählungen der Frauen interpunktieren, ihnen einen Raum geben, um noch lange nachzuhallen.

Michael Omasta

 

 

 


 

Verleih:

Sixpack Film
Neubaugasse 45/13
P.O.Box 197
A - 1071 Vienna

Tel. 0043 1 526 0990