Essays als politisches Statement

 

 

Mittwoch 13. Jänner 2010, 19 Uhr, Top-Kino
Rahlgasse 1, 1060 Wien
Kartenreservierungen: 208 30 00

www.topkino.at

 

 

   


Forst


Zu allererst verwenden die beiden Videos dokumentarische Strategien, die die Wirklichkeit der strukturellen, globalen Gewalt ohne Bilder vom Elend der Ausgebeuteten und Ausgeschlossenen erfahrbar machen. Sie bedienen sich einer essayistischen Methode, die die faktischen Umstände mit poetisch fiktiven Erzählungen befragen.

In Forst wird ein Wald zum Ort der Verbannung; Flüchtlinge, die im Verborgenen existieren müssen, unsichtbar im Dickicht, alleine als Stimmen hörbar. Die Abgeschiedenheit des Waldes ist aber nicht nur Gefängnis, sie wird auch zur Formierung von Opposition und Plänen zur Befreiung genutzt.

Paradise Later stellt sich in die Tradition der Literaturadaptionen von Joseph Conrads "Das Herz der Finsternis", dessen mehr als 100 Jahre alten Textausschnitte den Kommentar eines möglichen zeitgenössischen Geschäftsmannes in einem Billiglohnland gestalten. Selbstkritisch und anklagend sinniert er über die Opfer, die gebracht werden müssen, einen Fluss in einem Slum am anderen Ende der Welt entlangfahren. (Brigitta Burger-Utzer)

 

 

Essays als politisches Statement




Ascan Breuer, Ursula Hansbauer, Wolfgang Konrad (in Zusammenarbeit mit Ben Pointeker, Julia Lazarus, Clemens Stachel & wr)  Forst  2004, 50 min
Ascan Breuer (in Zusammenarbeit mit Victor Jaschke)  Paradise Later  2009, 13 min


 

 

  Publikumsgespräch nach der Vorstellung mit Ascan Breuer  

   

 

Ein Programm von sixpackfilm