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Mi. 10. Okt. 19:00 |
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Behind the Screen |
Sieben Computer werden weltweit pro Sekunde produziert. Behind the Screen wirft einen eindrucksvollen Blick hinter die Fassade der Elektronikindustrie. Startpunkt ist der Regenwald Ghanas. Dort stehen junge Goldschürfer bis zu den Knien im Schlamm. In der tropischen Hitze rackern sie sich mit Schaufel und Spitzhacke ab. Das Gold hat sich für sie zu einem Fluch entwickelt, denn längst reißen sich große Minenkonzerne das kostbare Land unter den Nagel und Flüsse sind durch das beim Goldabbau verwendete Quecksilber und Zyanid vergiftet. Das gewonnene Gold findet seinen Weg in Leiterplatinen von Computern. Seit Jahren fallen die Elektronikpreise.
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Stefan Baumgartner |
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Mi. 10. Okt. 21:15 |
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Tlatelolco |
Wenn der Touristenbus in Mexiko-Stadt den Plaza de las tres Culturas passiert, ist der Fremdenführer gefordert. Der Platz im Zentrum des Viertels Tlatelolco-Nonoalco ist ein veritables Epizentrum mexikanischer Geschichtsschreibung: Hierhin zogen sich die Azteken unter Cuauhtémoc vor ihrer endgültigen Niederlage gegen die spanischen Eroberer 1521 zurück; hier wurde am 2. Oktober 1968, zehn Tage vor der Eröffnung der Olympischen Spiele in Mexiko, eine Studentendemonstration blutig niedergeschlagen; und 1985 ließ ein verheerendes Erdbeben in unmittelbarer Umgebung Hochhäuser einstürzen.
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Lotte Schreiber |
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Do 11. Okt. 21:15 |
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Farben einer langen Nacht |
Von einer die auszog das Fürchten zu lernen. Der Flug in die Dunkelheit nach Grönland beginnt mit dem Abschied von der Sonne, die als roter Ball im Kabinenfenster glüht. Angekommen müssen Kamera und Mikro sofort gegen den eiskalten Wind ankämpfen. Nur die Fragmente von vermummten Gestalten die in einen Lichtkreis geraten, sind wahrnehmbar, keine Farben. Im Schwarz direkt neben dem Schein der Taschenlampe beginnt das Nichts. Innen in den Wärmeinseln dominieren das Gelb, das Rot, Hauttöne, – Farben mit hoher Farbtemperatur. Hier scheint die Isolation im gegenseitigen Vertrauen aufgelöst. Es werden Erfahrungen ausgetauscht, Gebrauchsanweisungen gegeben.
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Judith Zdesar |
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| Samstag: |
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Fr. 12. Okt. 19:00 |
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Kleine Perestrojka |
Schauplatz des Films ist die Kirgisische Republik, die zum Zeitpunkt der Dreharbeiten gerade ihre zweite demokratische Revolution (nach der Tulpenrevolution 2005), einen gewalttätigen ethnischen Konflikt zwischen Kirgisen und Usbeken im Süden des Landes sowie ein Verfas- sungsreferendum hinter sich gebracht hatte, das den seit Ende der 1990er Jahre anhaltenden Trend zur autoritären Präsidialdemokratie endgültig umzukehren beabsichtigte. Ein Schau- platz erheblicher politischer Umwälzungen also, deren Dimensionierung man dem Film nur deshalb abnimmt, weil er sie konsequent mit der Arbeit und der subjektiven Erfahrung seines Protagonisten Shailo Djekshenbaev, eines freischaffenden Fotokünstlers, ins Verhältnis setzt. Auf diese Weise gelingt dem Film, was jeder faktenorientierten außenpolitischen Reportage notwendig verwehrt bleiben muss: die Konzen- tration auf das innere Zeitmaß der Veränderung. Diese zeigt sich als Zustand,
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Bernhard Pötscher |
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Top-Kino |
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