Living Collection

The camera, me, myself and I and some of the others. Selfies im analogen Zeitalter
Montag 14.10.2019, 19:00 Uhr
Metro Kinokulturhaus

Die Selfie-Kultur ist im digitalen Zeitalter ein allgegenwärtiges Phänomen.
Die populär gewordene Pose vor der eigenen Kamera dient gewissermaßen der permanenten Selbstvergewisserung, meist gepaart mit Mitteilungsbedürfnis und ökonomischer Markttauglichkeit.
Das Agieren vor der Kamera bzw. die performative Selbstinszenierung kennt von jeher auch die filmische künstlerische Praxis und dieses Programm legt Zeugnis davon ab:
Die Palette reicht von der Hinterfragung von Rollenklischees und (feministischer) Gesellschaftskritik über semi-private Aufzeichnungen von Vergänglichkeit und Alterungsprozessen bis zu kinematografischen Versuchsanordnungen und Medienarchäologie. Unterschwellig Narzisstisches wird abgelöst von kritischer Reflexion, die bisweilen auch dem Medium selbst gilt. Adressaten jeder Art von persönlicher Selbstdarstellung und Entäußerung bleiben hier wie dort freilich stets die „Anderen“. (gw)

Programm und Einführung: Gerald Weber


Dietmar Brehm
1997 , 9 min.
Maria Lassnig
1971 , 5 min.
Kurt Kren
1978 , 3 min.
Friedl vom Gröller
1970 , 3 min.
Kerstin Cmelka
2001 , 3 min.
Thomas Renoldner
1998 , 13 min.
Mara Mattuschka
1986 , 5 min.
Albert Sackl
2018 , 9 min.
Sasha Pirker
2013 , 3 min.
VALIE EXPORT
1966 -1967 , 4 min.
Eve Heller
1981 -2010 , 5 min.

MetroKinokulturhaus
Johannesgasse 4
1010 Wien

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