048

Peter Tscherkassky

Exquisite Ecstasies

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"Approaching The Exquisite Corpus" war ein alternativer Titel, den wir für diese DVD in Erwägung gezogen haben. Er hätte darauf verwiesen, dass bereits die hier vorgestellten Filme 
meiner frühen Super-8-Phase eine künstlerisch konsistente Route erkennen lassen, bis herauf zu The Exquisite Corpus als dem bislang jüngsten Produkt eines seit 1980 währenden Unterfangens, das Spezifische des Mediums "analoger Film" in "exquisiten Ekstasen" sinnlich erfahrbar zu machen. Denn so unterschiedlich die Bilder von Aderlass, Liebesfilm, Urlaubsfilm, tabula rasa und The Exquisite Corpus auch sein mögen, sie alle kristallisieren sich rund um jenes grundsätzliche Anliegen, das den Ausgangspunkt und die Basis meiner gesamten künstlerischen Arbeit bildet: das Einmalige, in kein anderes Medium Übertragbare des analogen Films in seiner ganz eigenen Schönheit sichtbar werden zu lassen. (Peter Tscherkassky)

Ein nacktes junges Paar kreuzt mit einem kleinen Boot eine Felsküste entlang, findet eine – ebenfalls nackte – schlafende Frau am Strand; mit ihrem Traum setzt die psychedelische Bildermanipulation ein, stürzt der Film in die Abgründe der Assoziationsketten und Licht-Schatten-Ekstasen, für die Tscherkassky berühmt ist. The Exquisite Corpus ist das Resultat strenger manueller Arbeit an den gefundenen Materialien; der Regisseur bearbeitet jedes seiner Bilder, klebt zerschnittene Bildstreifen auf unbelichteten Film, konstruiert dabei künstliche Orte, surreale Architekturen: Traumräume. Und er veranstaltet ein Spiel mit Haut und Textilien: In seiner raffinierten Neudeutung pornografischer Bilderstürme als weibliche Trauminhalte findet sich ein klug um die Ecke gedachter Meta-Sexismus: die Männerfantasie einer Frauenfantasie. (Stefan Grissemann)

Booklet
Biographie

Geboren 1958 in Wien. Filme seit 1979. Philosophiestudium an der Universität Wien und der Freien Universität, Berlin. Dissertation: „Film und Kunst“ (1986). Seit 1984 umfangreiche Publikationstätigkeit auf dem Gebiet der Filmtheorie und Filmgeschichte. 1989–2006: Lehraufträge für künstlerische Filmgestaltung an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung, Linz (1989–2002), und an der Universität für angewandte Kunst, Wien (1998–2006). 1993 und 1994: künstlerischer Leiter der “Diagonale – Festival des österreichischen Films“. Herausgeber der Bücher „Peter Kubelka“ (Wien 1995; mit Gabriele Jutz) und „Film Unframed – A History of Austrian Avant-Garde Cinema“ (Wien 2012), der ersten umfassenden englischsprachigen Darstellung der Geschichte der österreichischen Filmavantgarde. Essays und Artikel von Peter Tscherkassky wurden in über 15 Sprachen übersetzt. Über 50 nationale und internationale Auszeichnungen, darunter der „Österreichische Würdigungspreis für Filmkunst“ (1996), der „Golden Gate Award“ beim San Francisco International Film Festival (2000), der „Große Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen“ (2002), sowie der „Premio Orizzonti for Best Short Film“ bei den Filmfestspielen von Venedig (2010). Seit 1991 viele Ausstellungsbeteiligungen, sowie Einzelausstellungen mit Installationen wie etwa in der "Galerie nächst St. Stephan", Wien (2008). 2007 Teilnahme an der documenta XII in Kassel (Filmprogramm). Filme von Peter Tscherkassky befinden sich in zahlreichen Sammlungen, darunter dem Centre Pompidou, Thyssen-Bornemisza Art Contemporary Stiftung, Generali Foundation, Harvard University Film Collection und der Cinémathèque Française.

--> www.tscherkassky.at

Alexander Horwath, Michael Loebenstein (Ed.): Peter Tscherkassky. deutsch/english / FilmmuseumSynemaPublikation
--> www.filmmuseum.at

DVD
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Inhalt
1
1981
11 min
2
1982
8 min
3
1983
9 min
4
1989
17 min

Gesamtspieldauer: 64 min
Extra DVD: 24-seitige zweisprachige Broschüre Deutsch-Englisch