Rhythmus 94

Das Ausgangsmaterial zu Rhythmus 94 bildet eine Fotosequenz des kinematografischen Pioniers E. Muybridge, die in eine Bewegung über die Leinwand übersetzt wird. Aus der Abstraktion dieser Fotoanimation entsteht ein einfaches Grundmuster, das zur Vervielfältigung in verschiedenen Geschwindigkeiten und räumlichen Anordnungen zur Verfügung steht. Eingebettet in die Polyrhythmik der Musik entstehen durch Mehrfachbelichtung ständig neue, immer komplexer werdende Formkombinationen, die sich schließlich in fast statischem Bildflimmern auflösen. (T.R.)

Weitere Texte

Texte zu Rhythmus 94 von Thomas Renoldner

Thomas Renoldner verarbeitet in Rhythmus 94 die sanfte, gleichförmige Bewegung einer Figur über die Leinwand zu abstrakten Texturen mit computergrafischen Obertönen. Eine synthetische Meditation. (Stefan Grissemann)

Rhythmus 94 ist ein Musikstück. Die Klänge, ihre Tonhöhen, ihre Verhältnisse zueinander (Akkorde), und vor allem die (poly)rhythmische Struktur sind als Partitur zu lesen für die Anordnung und mehrfache Überlagerung der Bilder, oder umgekehrt. Bild und Ton sind eins, sind gemeinsam gewachsen, füreinander erfunden. Ein perfektes, homogenes Stück "Visuelle Musik". (T. R.)

Mit Rhytmus 94 möchte ich der Geschichte des abstrakten Filmes meine Referenz erweisen. Als bewunderte Vorbilder wären zu nennen: Hans Richter, der mich zum Filmtitel inspiriert hat, natürlich Oskar Fischinger, oder vielleicht viel wesentlicher die Brüder Whitney, etc. etc. Ein wesentliches Statement, das Rhythmus 94 in diesem Zusammenhang leisten will, ist jedenfalls der Hinweis, daß der abstrakte Film nicht irgendwo zeitlich begrenzt ist, sondern bis zur Gegenwart als eine mögliche Tradition weiter entwickelt wird. Von Künstlern wie Jules Engel, Robert Breer, Paul Glabicki, etc. etc., oder eben in den "neuen Medien", der Computeranimation, etc. etc. (T. R.)

Orig. Titel
Rhythmus 94
Jahr
1994
Land
Österreich
Länge
5 min
Kategorie
Avantgarde/Kunst
Orig. Sprache
kein Dialog
Downloads
RHYTHMUS 94 (Bild)
Credits
Regie
Thomas Renoldner
Drehbuch
Thomas Renoldner
Kamera
Thomas Renoldner, Manfred Haspel
Musik
Thomas Renoldner
Schnitt
Thomas Renoldner
Ton
Christof Amann
Animation
Thomas Renoldner
Verfügbare Formate
35 mm (Originalformat)
Bildformat
1:1,66
Tonformat
Dolby Stereo
Bildfrequenz
24 fps
Farbformat
s/w
35 mm (Distributionskopie)
Bildformat
1:1,66
Tonformat
Dolby Stereo
Bildfrequenz
24 fps
Farbformat
s/w
Festivals (Auswahl)
1995
Leipzig - Dok Leipzig - Int. Festival für Dok.- u. Animationsfilm
Huesca - Festival de Cine
Belo Horizonte - Festival Int. de Cortas Metragens
Ankara - Festival of European Film / Festival on Wheels
Onion City - Film Festival Chicago
Louisville - Film and Video Festival
Arnheim - AVE - International Audio Visual Experimental Festival
Olympia - Film Festival
Bilbao - Certamen Int. de Cine Doc. y Cortometraje de Bilbao
Madrid - ARCO - Semana de Cine Experimental (3. Preis - Semana de Cine Experimental)
Onion City - Film Festival Chicago
Sydney - International Film Festival
Montecatini Terme - Mostra Int. FILMVIDEO
Triest - Alpe Adria Cinema - Film Festival
Luzern - VIPER - Int. Film-,Video-& Multimedia-Festival
Melbourne - Int. Film Festival
1996
Leipzig - Int. Studentenfilmfestival
New Jersey - Black Maria Festival (Director’s Choice Award)
Stuttgart - Filmwinter, Expanded Media Festival
London - PANDAEMONIUM - Festival of Moving Image
Stuttgart - Int. Trickfilm-Festival
Hiroshima - Int. Animation Festival
Edinburgh - Fringe Film and Video Festival
Lleida - CINEMAGIC - Festival Int. d'Animacio
1998
Aix-en-Provence - Festival Tous Courts
2001
Graz - Diagonale, Festival des österreichischen Films