Folge mir

Frau Blumenthal lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen Pius und Roman in einer düsteren Hafengegend. Die Sorgen über einen schweren Unfall ihres älteren Sohnes Roman, von dem er sich lange Zeit nicht erholt hat, die Haltlosigkeit in ihrer Ehe und die Erinnerung an ihre eigene Kindheit verursachen bei ihr eine schwere Phobie. Es wird ihr unmöglich weiterhin unter Menschen zu gehen, zunehmend verbarrikadiert sie sich in ihrer dunklen Wohnung, verfolgt von Halluzinationen, Erinnerungen und Platzangst.

(Johannes Hammel)


Avantgarde-Filmer Hammel stürzt den Zuseher in den Bewusstseinsstrom seiner Protagonistin, einer Ehefrau und Mutter, die langsam an ihrer flackernden Psyche und der Kälte ihrer näheren Umwelt zerbricht. Der Titel des Films bezieht sich auf die Schulmappe des Religionsunterrichts, den einer ihrer Söhne besucht. Der Lehrer predigt Barmherzigkeit und züchtigt zugleich die Schüler. Das Arbeitsmittel gerät so zum grotesken Symbol einer sinnlosen Ordnung. Folge mir ist ein Film, der nur Versehrte zurücklässt. Und hinter dem Haus ragt eine Brücke wie ein eiserner Regenbogen zum Spott.

(Viennale Katalog, 2010)

Orig. Titel
Folge mir
Jahr
2010
Land
Österreich
Länge
109 min
Kategorie
Fiktion
Orig. Sprache
Deutsch
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Credits
Regie
Johannes Hammel
Drehbuch
Johannes Hammel
Kamera
Joerg Burger, Johannes Hammel
Musik
Heinz Ditsch
Schnitt
Johannes Hammel
Ton
Gailute Miksyte
Sound Design
Nils Kirchhoff
Mischung
Florian Beck
Fotos
Maria Kracikova
Ausstattung
Andrea Schratzberger
Kostüme
Alfred Mayerhofer
Maske
Daniela Schibalsky
Produktion
Hammelfilm
Produzent*in
Johannes Hammel
Produktionsleitung
Hanne Lassl
Aufnahmeleitung
Maria Kracikova
Regieassistenz
Johannes Holzhausen
Casting
Rita Waszilovics
Mit Unterstützung von
Wien Kultur, Innovative Film Austria
Verfügbare Formate
35 mm (Distributionskopie)
Tonformat
Dolby Digital
Bildfrequenz
25 fps
Farbformat
Farbe, s/w
Festivals (Auswahl)
2010
Viennale - Vienna Int. Film Festival
2011
Berlin - Int. Filmfestspiele
Graz - Diagonale, Festival des Österreichischen Films (Bestes Szenenbild)
Wroclaw - New Horizons Festival