Will My Parents Come to See Me

Eine erfahrene somalische Polizistin begleitet erneut einen jungen Insassen durch das Prozedere des somalischen Justizwesens. (Produktionsnotiz)


Somalia. Eine Polizistin sitzt in ihrem geparkten Auto. Nach einer Weile steigt sie aus, setzt ihre Dienstkappe auf und betritt das Gefängnis. Dort sind für den jungen Farah entscheidende Stunden angebrochen. Um ihn herum beginnt eine organisatorische Maschinerie anzulaufen. Farah wird von einer Ärztin untersucht, vom Gerichtsdiener instruiert, von einem Imam betreut werden. Er wartet auf den Besuch seiner Eltern.
“Wie geht es dir”, ist die Frage, die Farah an diesem Tag jeder stellt. “Gut”, ist seine immer gleiche, knappe Antwort. Erst als die Polizistin Farah am nächsten Morgen aus der Stadt bringt, wird das Unaussprechliche schmerzvolle Realität.                                                                                                                                             
Was so ein Alltag aus den Menschen macht, davon erzählt Will My Parents Come to See Me. Die Gefühlswelt der Figuren ist geprägt von unüberwindbarer Schwere. Jede Bewegung wird zum Kraftakt. Gesagt wird nur noch das Nötigste. Selbst die Kamera kann sich kaum annähern. Oft bleibt sie vor den Gittern stehen oder muss über die Mauer blicken. Draußen rauscht der Wind vorbei und ist eine Musikkapelle zu hören. In Mo Harawes Film gibt es kein Gut und kein Böse, kein richtig oder falsch. Es gibt nur das Leben, an das sich jeder klammert. (Dominique Gromes

Orig. Titel
Will My Parents Come to See Me
Jahr
2022
Länder
Österreich, Deutschland, Somalia
Länge
28 min
Regie
Mo Harawe
Kategorie
Kurzspielfilm
Orig. Sprache
Somali
Untertitel
Englisch, Französisch
Credits
Regie
Mo Harawe
Drehbuch
Mo Harawe
Kamera
Steven Samy
Schnitt
Alexander von Piechowski
Ton
Mohamed Abdinur Isse
Darsteller*in
Xaliimo Cali Xasan, Shucayb Abdirahman Cabdi, Geenyada Madaw, Mohamed Hersi, Maxamed Axmed Maxamed, Faysal Colaad Muxumed, Guuleed Xasan Saleebaan
Produzent*in
Mo Harawe, Alexander von Piechowski, Nuux Muuse Birjeeb, Ahmed Farah
Mit Unterstützung von
Wien Kultur, Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sport / Federal Ministry for Arts, Culture, the Civil Service and Sport
Verfügbare Formate
DCP 2K flat (Distributionskopie)
Bildformat
16:9
Tonformat
5.1 surround
Bildfrequenz
24 fps
Farbformat
Farbe
Festivals (Auswahl)
2022
Tusla - Arab Film Festival
Köln - Kurzfilmfestival
Dubai - Arab Film Week
Kassel Dokumentarfilm & Videofestival
Cairo Short Film Festival
Ljubljana - FEKK International Short Film Festival
Berlin – Human Rights Film Festival Berlin
Ljubljana LIFFE– Int. Film Festival
Klosterneuburg - Shortynale
Palic - Festival of European Film
Motovun - Film Festival
Kerala - Int Doc and Short Film Festival
Cork - IndieCork Film Festival
Bristol - Encounters Short Film Festival
Split - Festival of New Film and Video
Brno B16 Short Film Festival (Jury Hauptpreis. Bester Film)
Winterthur - Kurzfilmtage
St. Paul - Miznas Arab Film Festival (Best Short Film)
Montréal - Festival du Nouveau Cinéma (Grand Prix Court Metrage)
Pontenure/ Piacenza - Concorto Film Festival
Sundsvall - Filmfest
Prizren - DokuFest, International Documentary and Short Film Festival
Motovun - Film Festival
Palermo - SiciliAmbiente Festival
Palic - Festival of European Film
London - SAFAR Film Festival
Lüchow - Wendland shorts
Jerusalem - Jerusalem Arab Film Festival JAFF
Graz - Diagonale, Festival des österreichischen Films
Lissabon - Indielisboa Int. Film and Videofestival
European Film Awards (Nominiert durch Vienna Shorts)
Wien - VIS Vienna Shorts (Österreichischer Kurzfilmpreis)
Milano - FESCAAAL (Best African Short Film)
Nijmegen - Go Short Film Festival
Glasgow Short Film Festival
Berlin - Intern. Filmfestspiele Berlinale - Shorts