Vers und Vernunft
Eine Videoperformance zum Thema Poesie und Politik, die in mehreren Varianten entwickeltund an mehreren Ort aufgeführt wurde: am 26. Oktober 1977 bei Concept in Performance, Internationaler Kunstmarkt, Köln, 26.–31. Oktober 1977; am 25. März 1978 im Kunstraum de Appel, Amsterdam, unter dem Titel Zeitkontinuum – Zeitblut – Zeitsprung; am 27. April 1978, beim Internationalen Performance Festival, Österreichischer Kunstverein, Wien; und unter dem Titel Blutglocke bei Performances 79 , 2.–18. Februar 1979 in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus, München. Das vorliegende Dokument zeigt nur die Version von Amsterdam 1978. Die Ordnung der Vernunft und die Ordnung des Verses können in eine Analogie gestellt werden. Der Reim ist der Höhepunkt jener Regelhaftigkeit, welche sinnlose Laute zu sinnvollen Sprachgebilden verkettet. Wie der Vers die Sprache ordnet und in einen Rhythmus und Reim bringt, um neuen Sinn zu schaffen, kann man die Wirklichkeit nur mit der Gewalt der Vernunft sinnvoll verändern. Handlungsbilder, die auf Wiederholungen in Schall- und Lallworten, auf Widerspiegelungen des Publikums und des Subjekts aufbauen, sollen diese Konzepte auf den Begriff bringen.
Vers und Vernunft
1978
Österreich
19 min