(ohne Titel)

Aus dem Dunkel der Leinwand, am unteren Rand, taucht ein kleines Bild auf: Ein Junge sitzt in einem Zug, der ratternd die Station verlässt. Kurz darauf ist auch am oberen Rand ein Filmbild zu sehen: Ein Mann ertappt seine Frau mit einem anderen. Nach und nach füllt sich nun die Leinwand, die in zwölf Teile gesplittet ist. In jedem der Fenster läuft ein anderer Film.
(Aki Beckmann)


Lurfs erster Film ist eine verspielte Miniatur zum Drama des Lebens im Film: Nach und nach füllen insgesamt 12 Filmausschnitte die Leinwand, Szenen von Eifersucht und Flucht, Tod und Liebe branden auf zu einer Sinfonie, in der zwar die Dialoge nicht verfolgt werden können, wohl aber die Essenz dessen, was Kino zur Massenunterhaltung macht. Wie ein feines Understatement fällt ein tödlicher Schuss mehr oder weniger synchron. (ohne Titel) versetzt einen liebevoll in jenen Zustand, im Leben immer in einem anderen Film zu sein.

(Verena Teissl, Viennale Katalog, 2013)

Orig. Titel
(ohne Titel)
Jahr
2003
Land
Österreich
Länge
3 min
Regie
Johann Lurf
Kategorie
Experimental
Orig. Sprache
Kein Dialog
Downloads
(Ohne Titel) (Bild)
Credits
Regie
Johann Lurf
Konzept & Realisation
Johann Lurf
Verfügbare Formate
DCP 2K flat (Distributionskopie)
Bildformat
16:9
Tonformat
5.1 surround
Bildfrequenz
24 fps
Farbformat
Farbe
Festivals (Auswahl)
2004
Viennale - Vienna Int. Film Festival